Die Situation der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in der NS-Zeit

Gegen das Vergessen: Aus der Geschichte lernen

Bereits zum 7. Mal hatten die 14 Verbände des Kontaktgesprächs Psychiatrie zur Veranstaltung »Gegen das Vergessen: Aus der Geschichte lernen« eingeladen, dem Begleitprogramm zur Gedenkveranstaltung für die Opfer von »Euthanasie« und Zwangssterilisation.

Am 31. August fand die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Stiftung Topografie des Terrors in Berlin unter dem Titel »Die Situation der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in der NS-Zeit« statt. Etwa 120 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil.

Die Situation der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen während der NS-Zeit und der Umgang der Nachfahren mit den Patientenmorden standen im Fokus der Veranstaltung, die jährlich unter einem anderen Schwerpunktthema stattfindet.

Dr. Friedrich Leidinger, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen, stellte in seinem Übersichtsreferat die damalige Situation insbesondere der Angehörigen umfassend und eindrücklich dar.

Renate Michel und Sigrid Falkenstein, beide Angehörige von »Euthanasie«- Opfern, berichteten auf beeindruckende Weise von ihren Nachforschungen und deren Ergebnissen zu dem damaligen Schicksal ihrer Angehörigen. Auch die Frage, wie nach dem Krieg der Umgang der Opferfamilien mit dem Tod ihres Familienmitgliedes sich darstellte, wurde berichtet.

Alle Beiträge boten die Möglichkeit, sich intensiv mit den Geschehnissen der Vergangenheit und deren aktueller Bedeutung auseinanderzusetzen. Die Moderation der Veranstaltung mit diesem sensiblen Thema war in den Händen von Dr. Klaus Obert kompetent aufgehoben.

Am Seitenende finden Sie die Beiträge zum Download. Der Vortrag von Sigrid Falkeinstein ist in leicht veränderter Form als Beitrag in der »Sozialen Psychiatrie« (Ausgabe 04/2018) erschienen, den wir Ihnen hier zur Verfügung stellen. Bitte beachten Sie, dass dass alle Beiträge urheberrechtlich gechützt sind und ohne Rücksprache mit den Autor*innen in keiner Form genutzt werden dürfen.