Symbolbild Arbeit

Es ist fachlich und sozialpsychiatrisch unumstritten, dass „gute“ Arbeit – im Sinne von individuell passender Arbeit – gesundheits- und teilhabefördernd wirkt. Durch Arbeit entstehen Selbstbewusstsein, soziale Zugehörigkeit, Sinnhaftigkeit, sie ist strukturgebend und vermittelt Anerkennung und stabilisiert die Gesundheit. Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sind in ihrer Teilhabe am Arbeitsleben auf individuelle Unterstützungsleistungen angewiesen.

Aus Sicht der DGSP fehlen die nötigen Unterstützungsangebote jedoch vielerorts. Angebote zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz werden noch zu wenig bereitgestellt und genutzt, psychosoziale Beratungs- und Fachdienste zur Koordination rehabilitativer Maßnahmen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sind häufig kaum vorhanden. Die bestehenden berufsbezogenen Unterstützungsangebote sind oft noch wohnortferne, behinderungsspezifische Sonderwelten mit langen Wartezeiten. Damit verbunden haben Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oft mit Stigmatisierungen zu kämpfen, die sich auf das Vertrauen und die Teilhabe an Arbeit auswirken. Wenige kennen ihre Rechte und ihre Möglichkeiten diese einzufordern oder die Beantragung einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben ist langwierig und komplex. Hinzu kommt, dass der digitale Wandel und Arbeit 4.0 zu zunehmenden psychischen Belastungen in der Arbeitswelt führen und die Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in Deutschland noch wenig erforscht ist.


Fachausschuss Arbeit und Beschäftigung

Im Fachausschuss für Arbeit und Beschäftigung sind derzeit rund 15 Interessierte aktiv, die sich zwei bis drei Mal im Jahr an wechselnden Orten, in Institutionen oder Einrichtungen der Bereiche Arbeit oder berufliche Rehabilitation statt treffen, die nach Möglichkeit zugleich einen Bezug zu den aktuellen Themenschwerpunkten des Fachausschusses haben sollten. In den letzten Jahren hat sich der Fachausschuss in Einrichtungen in Hamburg, Bremen, Köln, Mainz, Berlin u.m. getroffen und dort diverse Angebote der Arbeit für Menschen mit psychischer Erkrankung kennengelernt.

Zudem organisiert der Fachausschuss regelmäßig alle zwei Jahre einen "Fachtag Arbeit" zu aktuell relevanten Themen. In den Sitzungen des FAs

  • gibt es einen Informations- und Erfahrungsaustausch sowie die Vorstellung der gastgebenden Einrichtung,
  • werden aktuelle Themenkomplexe rund um das Thema Arbeit erörtert, 
  • werden gegebenenfalls politische Forderungen formuliert,
  • soll der DGSP-Vorstand bezogen auf die Themen Arbeit und Beschäftigung unterstützt werden,
  • sollen praxisnahe Handreichungen, zum Beispiel zum Thema Zuverdienst, erarbeitet werden,
  • wird alle zwei Jahre ein Fachtag zum Thema Arbeit organisiert.

Inhaltliche Schwerpunkte waren bisher z.B.:

  • die Vor- und Nachbereitung der Fachtage,
  • die Weiterarbeit an den „Qualitätskriterien für die Werkstatt für psychisch behinderte Menschen“ und der Positionierung zu "geschützter Arbeit",
  • die Arbeit an einem Positionspapier zum Thema „Zuverdienst“,
  • die Auswirkungen und Neuerungen des BTHG für den Bereich Arbeit,
  • immer wieder das Thema der sozialpolitischen Entwicklung im Bereich Arbeit und Beschäftigung

Die letzten Fachtage waren zu diesen Themen:

"Arbeiten auch in Corona-Zeiten" am 30. September 2021 online  


Weiterführende Links 

Mitmachen

 

Interessierte sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen!

Ansprechpartner:in

Marc Fesca
Tel.: (03 91) 8 50 52 80
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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