Save-the-Date: Jahrestagung der DGSP 2021 in Bremen und online

► 11. bis 13 November 2021 in Bremen und online

(Die Veranstaltung wird hybrid geplant und nach den Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durchgeführt.)

In der Landschaft der Psychiatrie finden die beteiligten Personen, vor allem auch in dieser schwer erträglichen Zeit der Pandemie, viele kreative Lösungswege und haben trotz aller Probleme gemeinsam mit anderen Akteuren auch an Stärke gewonnen. Daher sollten wir optimistisch nach vorne blicken und uns fragen: Was fangen wir mit der gewonnenen Stärke an?

Natürlich ist weiterhin viel Verbesserungspotential zu entdecken: die Menschenrechte und die psychiatrischen S3-Leitlinien sind nicht zu unserer Zufriedenheit umgesetzt, Menschen werden zwangsbehandelt, zu sehr behandelt statt begleitet und es ist zu erwarten, dass gerade nach Abklingen der Corona-Krise die leeren öffentlichen Kassen zu sozialen Härten führen werden. Besonders gefährdet sind dabei die verletzlichsten Menschen unserer Gesellschaft, die jetzt schon mit sehr schwierigen Bedingungen der gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe konfrontiert sind. Diejenigen, die oft nicht an dem Ort wohnen können, zu dem sie sich zugehörig fühlen, die nicht die sozialen Kontakte und die unterstützende Begleitung finden, die sie benötigen und denen die Wege zu Recovery und Empowerment oft verbaut sind.

Gemeinsame Stärken finden und Ermutigung erfahren

Mit dieser Tagung möchten wir Ihnen zeigen, dass gemeinsames Handeln wirksam ist und Sie bestärken, zusammen mit Mitstreiter*innen für bessere Lebens- und Begleitungsmöglichkeiten psychisch leidender Menschen zu kämpfen. Wir möchten gemeinsame Stärken finden und Ermutigung erfahren.

An der Psychiatrie beteiligte Menschen, seien es Nutzer*innen, Angehörige oder professionell Tätige, haben Erfahrungen auf unterschiedlichen Ebenen mit diversen asymmetrischen Machtstrukturen machen müssen. Sie haben für sich diese Erfahrungen individuell oder auf Gruppenebene verarbeitet und jeweils einen Umgang damit gefunden. Die einen erleben diese Erfahrungen als Gewinn, die nächsten als Ballast. Einige wollen die Erfahrungen für sich konstruktiv nutzbar machen, andere wollen sie ruhen lassen.

Psychiatrie ist sowohl ein Teil als auch ein Spiegel dieser Gesellschaft: Werthaltungen, ökonomische Zwänge, Marktorientierung, Stigmatisierung von Menschen mit Behinderungen, der rechtliche und finanzielle Rahmen, die UN-BRK und anderes wirken auf das real Mögliche ein.

»Macht euch stark zur Umsetzung  gemeinsamer Ziele!«

In dieser hier grob skizzierten Gemengelage gilt es, gegen mögliche Widerstände in der Politik, der Gesellschaft, in Institutionen und Behörden etc. sozialpsychiatrische Ideen umzusetzen. Dazu braucht es Gestaltungspotenzial: Ideen, Energie, Ausdauer, Solidarität, Reflexionsfähigkeit,  materielle Ressourcen. Für uns ergeben sich daraus die Fragen: »Was macht uns stark? Wozu und wie nutzen wir die gewonnene Kraft?« Dies denken wir im Sinne einer inklusiven Psychiatrie. Wie soll sie aussehen? Diese Fragen wollen wir aus trialogischer Sicht beantworten. Wir benötigen die Vielstimmigkeit und die vielen Perspektiven als Potential zur Auseinandersetzung, für den Empowermentprozess und das anschließende Handeln.

Im Rahmen der Tagung wollen wir diesen Fragen nachgehen und Orte der Stärkung von Macht und Einfluss/ Handlungsfähigkeit betrachten. Wichtig wird es hierbei sein, die unterschiedlichen Erlebens- und Handlungsebenen zu reflektieren. Was für die einen Nutzer*innen wertvoll erscheint, kann für andere ohne Wert sein. Genauso verhält es sich bei den Angehörigen und professionell Handelnden.

Veränderungen auf individueller, organisatorischer und struktureller Ebene erfordern Kraft von allen Akteur*innen, einschließlich der Betroffenen. Bestimmte Konstellationen scheinen geeignet zu sein, Veränderungspotentiale zu mobilisieren. Die Erarbeitung gemeinsamer Ziele lässt es möglich erscheinen, Kräfte der Veränderung zu bündeln und damit die Erfolgsaussichten von Gestaltungs- und Veränderungsvorhaben in ihrer Umsetzung zu steigern. Aus der eingangs gestellten Fragestellung wird die Botschaft: »Macht euch stark zur Umsetzung  gemeinsamer Ziele!«

Wir wünschen allen Tagungsteilnehmer*innen eine interessante und erkenntnisreiche Tagung.

Die Vorbereitungsgruppe

Programm

Wir freuen uns auch ein abwechslungsreiches Programm. Aufgrund der unsicheren Bedingungen aufgrund der Bestimmungen zur Bekämpfung der Pandemie behalten wir uns kurzfristige Änderungen vor. Das Workshop-Programm wird noch auf die Gegebenheiten angepasst. Alle Informationen erhalten Sie zeitnah auf dieser Seite.

    Veranstaltung der Stiftung für Soziale Psychiatrie am Mittwoch, 10. November 2021, 18-20 Uhr

    Stiftung für Soziale Psychiatrie

    Christian Nieraese

    Donnerstag, 11.11.2021

    9:30 – 11:30 Uhr: Symposium von Uwe Gonther & Peter Lehmann

    Wo bleiben die neuen Wege beim Absetzen von Psychopharmaka?
    Vorveranstaltung zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP) am Donnerstag, 11. November 2021, 9:30 – 11:30 Uhr

    Ort: Bürgerzentrum Neue Vahr, Bremen

    Diskutantinnen & Diskutanten: Katrin Rautenberg, Peter C. Groot & Paul Harder,
    Peter Lehmann, Gudrun Weißenborn


    Seit über einem halben Jahrhundert weiß man von den immensen Problemen beim Absetzen von Psychopharmaka. Seit drei Jahrzehnten weiß man von der um 20-25 Jahre reduzierten Lebenserwartung von Menschen mit ernsten psychiatrischen Diagnosen (und entsprechender Verabreichung oft gesundheitsschädlicher Psychopharmaka). Immer wieder wird von Betroffenenseite und von engagierten psychiatrisch Tätigen eine kompetente Begleitung beim Absetzen von Psychopharmaka eingefordert, mittlerweile sogar von der »S3-Leitlinie Schizophrenie«. Doch abgesehen von wenigen Projekten (ambulant, teilstationär und stationär) beim Absetzen bleibt die Masse der Betroffenen ohne jegliche Unterstützung. Dazu desinformiert die Pharmaindustrie die Ärzte- und Patientenschaft. Es gebe keine Abhängigkeit und Entzugsprobleme, man könne die Psychopharmaka meist rasch in 1-2 Wochen absetzen. Welche Lösungsmöglichkeiten für die bisherige katastrophale Unterlassung von Hilfeleistung gibt es derzeit? Wo bekommen Betroffene Hilfe? Wie können Angehörige konstruktiv in Reduktionsprozesse einbezogen werden? Wie sähe eine optimale Hilfe beim Absetzen von Psychopharmaka aus?

    Uwe Gonther. Prof. Dr. med. Seit 2018 Ärztlicher Direktor des AMEOS Klinikums Seepark Debstedt; seit 2014 Ärztlicher Direktor und Chefarzt des AMEOS Klinikums Dr. Heines Bremen; Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie; zuvor Chefarzt für Psychiatrie des Klinikums Bremerhaven-Reinkenheide und Leitender Oberarzt des Klinikums Bremen-Ost. Mehr unter www.hks-ottersberg.de/hochschule/lehrende/gonther.php. Kontakt: ugon.psy(at)bremen.ameos.de

    Peter Lehmann. Dipl.-Pädagoge, Dr. phil. h.c., Autor und Verleger in Berlin. Bis 2010 langjähriges Vorstandsmitglied des Europäischen Netzwerks von Psychiatriebetroffenen. 2010 Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Aristoteles-Universität Thessaloniki. 2011 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Buchveröffentlichungen: »Der chemische Knebel – Warum Psychiater Neuroleptika verabreichen«, »Schöne neue Psychiatrie«, »Psychopharmaka absetzen – Erfolgreiches Absetzen von Neuroleptika, Antidepressiva, Phasenprophylaktika, Ritalin und Tranquilizern« (Hg.), »Statt Psychiatrie 2« (Hg. mit Peter Stastny), »Neue Antidepressiva, atypische Neuroleptika – Risiken, Placebo-Effekte, Niedrigdosierung und Alternativen« (gemeinsam mit Volkmar Aderhold, Marc Rufer & Josef Zehentbauer). Mehr unter www.peter-lehmann.de. Kontakt: mail(at)peter-lehmann.de


    13:00 Uhr
    Begrüßung // Christel Achberger, 1. Vorsitzende der DGSP
    Grußworte // Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen

    13:30 Uhr
    Messen, Vergleichen, Bewerten – Zur Bedeutung der Zahl in digitalen Welten // Julia Schreiber

    15:00 Uhr
    Menschenrechte – »Öl« im Getriebe der Psychiatrieentwicklung. Menschenrechte in Krisenzeiten // Sabine Bernot

    16:00 Uhr
    Menschenrechte – wie sie die Psychiatrie glaubwürdig machen // Martin Zinkler

    18:00 Uhr
    Offenes Forum unter Beteiligung von:

    • Aktivist*innen der Mut-Tour
    • Mitarbeiter*innen der unabhängigen Beschwerdestellen
    • Die DGSP lädt ein, die psychiatrische Klinik Ihrer Wünsche zu skizzieren

    Freitag, 12.11.2021


    9:00 Uhr
    Was uns stark macht – Drei Perspektiven: Individuell – Situativ – Professionell

    Individuell: Mein Recovery-Weg. Im persönlichen Gespräch geben Ex-In-Genesungsbegleiter*innen Einblicke, wie sie ihr Leben nach und mit Krisen selbstbestimmt gestalten. // Jörn Petersen im Interview mit Jan Wiemann, Nika Kühne und Tina Gebbeken (zertifizierte Experten durch Erfahrung (EX-IN))

    10:00 Uhr
    Situativ: Auf dem Weg zu einer gewaltfreien Psychiatrie // Stephan Debus
     

    11:00-14:30 Uhr
    SPDi-Netzwerktreffen

    Das SPDi-Netzwerk lädt seine Mitglieder zu dem Treffen ein.
    Der Raum wird durch Aushang am Tagungsbüro bekannt gegeben.

     

    11:15 Uhr
    Professionell: BTHG als Chance der Ermächtigung // Matthias Rosemann

    13:30 Uhr
    Was uns in der Krise stark macht: Das Weddinger Modell und die Folgerungen aus der Corona-Krise // Ina Jarchov-Jadi, Lieselotte Mahler

    15:30-18:00
    Workshops

    WS 1: Netzwerk Beschwerdestellen

    Grundlage für den Aufbau von Beschwerdestellen war die Erkenntnis, dass psychisch erkrankte   Menschen   in   Konfliktfällen   Unterstützung   in   der   Wahrung   und Durchsetzung ihrer Rechte benötigen, weil sie häufig aufgrund ihrer Erkrankung und aufgrund struktureller Bedingungen alleine wenig bewirken können. Anlass für eine Beschwerde kann z. B. die Erfahrung von Gewalt und Zwang sein, über die es besonders schwer fällt zu sprechen. Unabhängige Beschwerdestellen sollten trialogisch und multiprofessionell besetzt sein. Trialogisch bedeutet dabei, dass die Mitglieder sich aus Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen, professionell in der Psychiatrie Tätigen und Bürgerhelfer*innen zusammensetzen.


    In diesem Workshop berichten ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Beschwerdestellen von ihren Erfahrungen, zeigen aber auch nochmal die Ziele und das konkrete Vorgehen bei Beschwerden auf und wie sich die Strukturen in den 16 Jahren des Bestehens entwickelt haben.

     

    Referent*innen: Stefan Weigand, Karin Haehn, Barbara Kubbutat, Jozina Janse, Würzburg

    WS 2: Empowerment College, ein Motor für Veränderung!

    Das EC bietet erfahrungsbasierte Lernmöglichkeiten rund um seelische Gesundheit. Zielgruppen sind Menschen mit seelischen Gesundheitsproblemen, ihre Angehörigen und Fachkräfte, die sie unterstützen. Ziel des EC ist die persönliche und fachliche Weiterentwicklung der Teilnehmenden. Die Kurse und Workshops sind Recovery- und Empowerment-orientiert ausgerichtet. In den Kursen wird Wissenstransfer zwischen Expert*innen aus Erfahrung und Expert*innen aus Beruf in beide Richtungen gefördert. So wird Bildung ein Motor für Veränderung - ein Modell für persönliche und institutionelle Changeprozesse auch andernorts?     

    Referent: Jörn Petersen

    WS 3: Identität und Selbstverständnis psychiatrisch Pflegender – Zeit für neue Normalitäten

    Während im Ringen um eine zukunftsfähige Pflege vielerlei Konzepte und Interventionen mit Blick auf die Versorgungsqualität diskutiert werden, beschäftigen wir uns selten bewusst und explizit mit der Frage „Wer bin ich als psychiatrisch Pflegende*r, wer möchte ich sein und werden?“ Dennoch geben wir im Alltag unentwegt Antworten auf sie. Wie ein innerer Kompass leitet das Verständnis, das wir von uns selbst und der Welt haben, all unsere Wahrnehmungen, Handlungen und Entscheidungen – so auch in der professionellen Pflege. Dabei prägt Sprache unsere Identität. Durch Sprache verleihen wir unserer Person Ausdruck. Über Sprache schaffen wir gegenseitiges Verstehen und Verständigung. Mit Sprache erzeugen wir aber auch alltägliche Normalitäten, die zugleich beschreiben und bestimmen, was von professionell Pflegenden, Betroffenen und Angehörigen erwartet wird bzw. erwartbar ist.


    In der Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und Professionalität lädt der Workshop Sie ein, über Normalitäten im pflegeberuflichen Handeln nachzudenken und sie neu zu formulieren. Anregungen von Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen und anderen professionell Tätigen sind willkommen. Zum Auftakt erhalten Sie einen Einblick in das pflegewissenschaftliche Forschungsprojekt zur Identität psychiatrisch Pflegender mit dem Titel „Normalitäten in Bewegung.“

    Referentin: Nicole Duveneck

    WS 4: Individuelle Krisenbewältigung – Netzwerke bilden – Klinikeinweisung vermeiden

    Welche Strukturen und Angebote braucht es, um Krisen in der eigenen Lebenswelt zu bewältigen? Wie kann man den Automatismus „Krise > Krankenhaus“ entgegenwirken?


    Berichtet wird aus dem Modellprojekt „Leuchtturm Cuxhaven“ über die Erfahrungen guter Netzwerkarbeit im ländlichen Raum. Dieses niedersächsische Modellprojekt hat zum Ziel, die Versorgung schwer psychisch erkrankter Menschen ambulant, träger- und sektorübergreifend zu verbessern – es entsteht ein virtuelles Gemeindepsychiatrisches Zentrum mit den Schwerpunkten:

    • Koordinierungsstellen mit Peer-Beratung
    • sektorübergreifende Kooperation
    • transparente IT-Plattform
    • Krisenhotline
    • individuelle Rückzugsräume
    • Stärkung und Ausbau der Genesungsbegleitung 

     

    Referent*innen: Thelke Scholz, N.N. (Genesungsbegleiterin der Koordinierungsstelle), Michael Tietje

    WS 6: Psychiatrie ohne Gewalt – geht das?

    Ergänzend zum Vortrag werden im Workshop typische Filmszenen von psychiatrischen Gefährdungssituationen gezeigt. Eine Typologie von akuten Gefährdungssituationen soll dabei helfen, die Struktur und Dynamik solcher Situationen besser zu verstehen. Es werden drei Themenkomplexe näher diskutiert: Was bedeutet Systemversagen und unter welchen Voraussetzungen kommt es dazu? Welche Rolle spielt informelle (genauer interaktive und kommunikative) Macht in der Gewaltdynamik? Good-Practice-Einrichtungen geben Antworten auf die Frage: Unter welchen Bedingungen ist Gewaltfreiheit in der Psychiatrie praktisch erreichbar? 

    Referent: Stephan Debus

    WS 7: Trauma und Traumatisierung

    Traumatisierungen sind komplexe biographische Erlebnisse, die im Nahraum eines Menschen, durch "höhere Gewalt", institutionell uvm. hervorgerufen werden können.  Folgen können seelische Beeinträchtigungen sein, aber auch Stärken die aus der Situation heraus entstehen.


    In der trialogischen Begegnung möchten wir verstehen und erkennen. Mit Hilfe dieser  traumasensiblen Haltung, möchten wir unterstützende Angebote für den Alltag vorstellen und erörtern.

    Referentinnen: Claudia Chodzinski, Sabine  Haller

    WS 8: Neue Wege in die Arbeit – Unterstützung durch Genesungsbegleitung

    Teilhabe an Arbeit ist ein wichtiger Grundpfeiler für ein selbstbestimmtes Leben. Neben professionellen Angeboten (IfD, u.a.) entwickelt sich derzeit für ausgebildete Genesungsbeleiter*innen in diesem Feld eine weitere Einsatzmöglichkeit.


    Wir nehmen Sie in dem Workshop mit auf die Reise durch die verschiedenen Arbeitsphasen zweier Projekte in Bremen: „Arbeit im Fokus“ - Beratung für Arbeitssuchende mit Psychiatrie- und Krisenerfahrung und „Unternehmen inklusiv“, welches neue Ansätze in der Prävention und Wiedereingliederung in Unternehmen entwickelt. Genesungsbegleiter*innen unterstützen hier individuell und tragen zu Entstigmatisierung und Enttabuisierung bei. Beide Konzepte, haben das Ziel, durch Partizipation und Kooperation Brücken zu bauen zwischen Hilfesystem und Sozialraum, so dass Arbeit und Beschäftigung inklusiver gestaltet werden kann.

    Referent*innen: Monika Möhlenkamp, Jan Wiemann, Ursula Heiligenberg

    Samstag, 13.11.2021

    9:30 Uhr
    Safewards – Weg zur Gewaltreduzierung // André Nienaber

    10:15 Uhr
    Wie lassen sich S3-Leitlinien in der Praxis umsetzen? // Markus Kösters

    11:30 Uhr
    Beziehungsarbeit in der Psychiatrie // Martin Bührig

    12:15 Uhr
    Wie geht die Psychiatriereform in Bremen weiter und was ist dafür auf die Bundesperspektive übertragbar? // Jörg Utschakowski    

    Referent*innen /Moderator*innen

    Achberger, Christel, Dipl.-Psychologin, Beraterin, EX-IN-Ausbilderin, 1. Vorsitzende der DGSP, Flintbeck

    Bernhard, Claudia, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Freie Hansestadt Bremen

    Sabine Bernot, Dr., Deutsches Institut für Menschenrechte, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention

    Bührig, Martin, Dr. med., Klinikdirektor Psychiatrisches Behandlungszentrum, Klinikum Bremen-Nord

    Chodzinski, Claudia, Diplom Sozialarbeiterin / Diplom Sozialpädagogin (FH), Fachkraft für Sozialpsychiatrische Betreuung – Soziotherapeutin, Fachberatung Psychotraumatologie und Pädagogik (ZptN), Examinierte Krankenschwester, Psychodramapractitioner (IACC)

    Corda-Zitzen, Stefan, Dipl.-Sozialpädagoge, Geschäftsführer PHG Viersen, Vorstandsmitglied der DGSP und RGSP, Viersen

    Debus, Stephan, PD Dr., Institut für Kultursemiotik, Wennigsen

    Duveneck, Nicole, Pflegewissenschaftlerin, Diplom-Berufspädagogin und Gesundheits- und Krankenpflegerin, Promovendin (Dr. phil.) der Universität Bremen

    Gebbeken, Tina, zertifizierte EX-IN Genesungsbegleiterin in der Gesundheitsversorgung und Mitarbeiterin von FOKUS, Bremen

    Haller, Sabine, EX-IN-Genesungsbegleiterin, Vorstand DGSP, Vorstand Kellerkinder e.V., 2. Vorsitzende der Besuchsgruppe 3 der Berliner Besuchskommission

    Haehn, Karin, Bundesverband der Psychiatie-Erfahrenen, Vorstand DGSP- Landesverband Niedersachsen, Sprecherin im "Bundesnetzwerk unabhängiger Beschwerdestellen Psychiatrie"

    Heiligenberg, Ursula, Politikwissenschaftlerin, Coach, FOKUS / Initiative zur soz. Rehabilitation e.V., Bremen

    Jarchov-Jadi, Ina, Pflegedirektorin Alexianer St. Hedwig-Krankenhaus

    Janse, Jozina, Studentin Hochschule Würzburg, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften, Bachelorarbeit über "Unabhängige Beschwerdestellen für die Psychiatrie"

    Jung, Andreas, EX-IN-Genesungsbegleiter, EX-IN-Dozent, Marburg

    Kösters, Markus, Priv. Doz. Dr. biol. hum., Diplom-Psychologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bezirkskrankenhaus Günzburg des Universitätsklinikum Ulm

    Kubbutat, Barbara, Vorstand DGSP-Landesverband Bremen, Sprecherin im "Bundesnetzwerk unabhängiger Beschwerdestellen Psychiatrie"

    Kühne, Nika, zertifizierte EX-IN Genesungsbegleiterin in der Gesundheitsversorgung und Mitarbeiterin von FOKUS, Bremen

    Mahler, Lieselotte, Dr. med., Chefärztin Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie I, Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk

    Maslowska, Andrea, Bereichsleitung Frauenraum, Innere Mission Bremen

    Möhlenkamp, Monika, Gesundheitswissenschaftlerin, Coach, Bereichsleitung FOKUS / Initiative zur soz. Rehabilitation e.V., Bremen

    Nienaber, Andrè, Prof. Dr. rer. Medic., Pflegewissenschaftler mit dem Schwerpunkt Psychiatrische Versorgung, FH Münster

    Petersen, Jörn, Sozialarbeiter, EX-IN Kursleitung, Bereichsleitung FOKUS / Initiative zur soz. Rehabilitation e.V., Bremen

    Reichstein, Jessica, Dipl.-Sozialpädagogin, M.A. Social Work, Vorstandsmitglied der DGSP und HGSP, Hamburg

    Roscher, Jan, Horizonte gGmbH, Psychosoziales Diakoniezentrum Altenburger Land, Vorstandsmitglied der DGSP

    Rosemann, Matthias, M.A., Psychologe, Soziologe und Geschäftsführer der Träger gGmbH in Berlin, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrischer Verbünde und Vorstandsmitglied der Aktion Psychisch Kranke e.V., Berlin

    Thelke Scholz, Expertin durch Erfahrung in der Gesundheitsversorgung (EX-IN) und Empowerment College Trainerin, freiberufliche Dozentin im sozialpsychiatrischen Bereich, Autorin

    Schreiber, Julia, Dr. phil., Soziologin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sigmund-Freud-Institut und an der Professur für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main

    Tietje, Michael, Diplom Sozialpädagoge / Sozialarbeiter. Bereichsleitung bei der Diakonie Arche Bremerhaven gGmbH

    Tobias, Gerlinde, Unabhängigen Fürsprache- und Beschwerdestelle im Gemeindepsychiatrischen Verbund West, Bremen

    Utschakowski, Jörg, Referatsleiter Psychiatrie und Sucht im Senat für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen

    Weigand Stefan, Leitung Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie in Berlin (BIP)

    Wiemann, Jan, zertifizierter EX-IN Genesungsbegleiter, Projektmitarbeiter FOKUS / Initiative zur soz. Rehabilitation e.V., Bremen

    Zinkler, Martin, Dr. med., Psychiater und Psychotherapeut, Chefarzt Psychiatrie am Krankenhaus Bremen-Ost, Mitherausgeber der Zeitschrift »Recht & Psychiatrie«, Heidenheim

    Anmeldung und Teilnahme

    Die Veranstaltung wird hybrid geplant.
    Da wir unter Berücksichtigung der sich ändernden Bestimmungen zur Pandemiebekämpfung einige relevante organisatorische Gegenbenheiten noch nicht absehen können, bitten wir Sie um Ihre Geduld. Eine Anmeldung wird im August möglich sein.