Anmeldung und Information
Wir bitten Sie, sich mit dem Anmeldeformular anzumelden. Sie erhalten daraufhin von uns eine Rechnung. Nach Zahlungseingang erhalten Sie eine Anmeldebestätigung. Nur mit dieser Anmeldebestätigung ist eine Teilnahme möglich. Eine Rücktrittsmöglichkeit von der Anmeldung besteht nur bis zum 19. Februar 2027. Die bereits gezahlte Tagungsgebühr wird in diesem Fall zurückerstattet. Bei späterer Abmeldung ist eine Erstattung – auch bei krankheitsbedingter Absage – nicht mehr möglich. Die Anmeldungen zur Tagung werden nach ihrem zeitlichen Eingang berücksichtigt.
10. Fachtag Arbeit 2027 "Arbeit statt Warteschleife"
- Veranstaltungsdatum
- 18. März 2027 | 10-16 Uhr
- Veranstaltungsort
-
Berlin
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB)
Köpeniker Allee 39
10318 Bezirk Lichtenberg - Gebühren
-
DGSP-Mitglieder: 100,00 EUR
Nichtmitglieder: 150,00 EURArbeitslose/Sozialhilfeempfänger und -empfängerinnen: 60,00 EURStudierende (Vollzeit)/ (bitte Nachweis der Anmeldung beilegen!): 60,00 EUR
Beschreibung
Arbeitsplatz statt Warteschleife
Die Arbeitswelt verändert sich – und mit ihr die Anforderungen an berufliche und bildungsbezogene Teilhabe und Rehabilitation. Digitalisierung, Fachkräftemangel und neue Vorstellungen von Arbeits- und Lebensgestaltung werfen Fragen auf: Wie können gesundheitlich beeinträchtigte Menschen unter diesen Bedingungen berufliche Perspektiven entwickeln? Welche Möglichkeiten bieten die Instrumente des BTHG? Und wie gelingt Teilhabe, wenn Vollzeitarbeit nicht das Ziel ist? Der 10. Fachtag Arbeit des DGSP-Fachausschusses Arbeit und Beschäftigung lädt dazu ein, aktuelle Rahmenbedingungen zu diskutieren, Praxisbeispiele kennenzulernen und gemeinsam Perspektiven für eine inklusive Arbeitswelt zu entwickeln.
Die Anmeldung wird demnächst freigeschaltet!
Inhalte
Programm
Moderation: Michael Schweiger
10:00-10:15 Uhr Grußwort Dr. Kirsten Kappert-Gonther, MdB
10:15-10:30 Uhr Grußwort Bezirksbürgermeister (angefragt)
10:30-11:15 Uhr New Work für Menschen mit psychischer Erkrankung, Azize Kazberg
Im Anschluss führt Michael Schweiger ein kurzes Interview mit dem Geschäftsführer des Jobcenters Berlin-Lichtenberg Frank-Michael Süß zur Arbeit mit gesundheitlich eingeschränkten Leistungsbeziehenden in seinem Haus
11:15-12:00 Uhr Individual Placement and Support (IPS) in der psychiatrischen Versorgung, Dorothea Jäckel
12:00-12:45 Uhr Diskussion (moderiert von Michael Schweiger) mit Dorothea Jäckel, Azize Kazberg und zwei weiteren Personen (Betroffenenvertreter)
12:45-13:30 Uhr Mittagspause
13:30-15:45 Uhr Workshops
15:50-16:00 Uhr Abschluss
16:00 Uhr Ende der Veranstaltung
Workshop 1: Wer berät hier wen? KI zwischen Empowerment, Beratung und Coaching
Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Zunehmend werden diese auch im psychosozialen Bereich genutzt. Damit verändert sich das vertraute Dreieck aus Klient:innen, Fachkräften und Hilfesystem. Im Workshop geht es um beide Seiten. Fachkräfte wie Menschen mit eigener Erfahrung sind gleichermaßen eingeladen. Wir schauen, wo diese Sprachmodelle bei der beruflichen Teilhabe unterstützen können. Und wo sie möglicherweise sogar zu mehr Selbstbestimmung und Unabhängigkeit vom Hilfesystem führen. Parallel dazu werfen wir einen kritischen Blick darauf, wo KI ins Beratungssetting passt und wo nicht. Was ist ethisch vertretbar? Und wo bleibt der persönliche Kontakt unersetzbar? Neben Praxisbeispielen und kurzen Impulsen dazu, wie Sprachmodelle funktionieren, gibt es viel Raum für Austausch, Diskussion und Fragen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Moderation: Melanie Grefenberg, Diplom-Sozialarbeiterin, Systemische Supervisorin und Beraterin mit eigener Erfahrung
Workshop 2: Möglichkeiten der Teilhabe an Arbeit und ihre Durchsetzung
Hier können alle Möglichkeiten beruflicher Teilhabe erörtert werden. Vom Ehrenamt über Zuverdienst-Beschäftigung, Werkstatt und Budget für Arbeit bis zur Arbeits-Förderung durch Jobcenter / Arbeitsagentur oder Unterstützung und Förderung von Menschen am Arbeitsplatz. Ebenso, wie und wo man Anträge stellt und wie man seine Rechte durchsetzen kann.
Moderation: Janet Engel-Fesca, Soziale Arbeit Gemeindepsychiatrie/Systemische Therapeutin, BBB PRW, Fachdienst Beratung und Aufnahme, Pfeiffersche Rehawerkstatt, MD; Manfred Becker, Fachmann für berufliche Teilhabe, BN
Workshop 3: IPS Jobcoaching, weil Arbeit nicht warten kann!
In diesem Workshop bekommen Sie direkte Einblicke in die Praxis des evidenzbasierten IPS Modells. Sie lernen die 8 IPS-Prinzipien genauer kennen, erfahren mehr über die konkrete Arbeitsweise und Prozesse im IPS Jobcoaching. Individual Placement and Support dreht den klassischen Ansatz der beruflichen Rehabilitation auf den Kopf. Ziel ist eine zügige Teilhabe auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, in Ausbildung und Arbeit. Und damit genau das, was IPS-Nutzer:innen wollen: die berufliche Teilhabe und Selbstbestimmung in den Mittelpunkt des eigenen Genesungsprozesses stellen.
Moderation: Almut Kirschbaum, Teamleitung - Individual Placement and Support (IPS), Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Vivantes Klinikum Am Urban und Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Workshop 4: Qualifizierungsbausteine und Teilqualifizierungen als Gamechanger für die WfbM?
Vergleichbar, anschlussfähig, bedarfsgerecht und anerkannt soll die berufliche Qualifizierung durch die Qualifizierungsbausteine oder Teilqualifizierungen in den WfbM werden, vor allem, um mehr Übergänge auf den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Macht das Sinn beim Personenkreis der seelisch behinderten Menschen, die häufig schon über Berufsabschlüsse und -erfahrungen verfügen? Verbessern diese Ansätze die Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt oder liegt ihr Nutzen eher in der Gestaltung der beruflichen Bildung?
Moderation: Marc Fesca, Geschäftsführung Arbeit+Teilhabe, Pfeiffersche Stiftungen zu Magdeburg-Cracau
Workshop 5: Was kommt nach rehapro? - Ein Gesundheitsteam inkl. Peer-Support im Jobcenter
Wenn mehr als 40% der Langzeitarbeitslosen eine F-Diagnose haben, müssen Jobcenter darauf regieren. Innovative Ansätze zur Stärkung der Rehabilitation und für neue Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben wurden erprobt, aber was bleibt? Aus dem Modellprojekt L.IGA in Berlin-Lichtenberg wurde ein Gesundheitsteam inkl. Peer-Support-Team. Integrationsfachkräfte und Peers betreuen seit April 2026 im Regelbetrieb ca. 700 Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und nutzen dabei Erfahrungen aus dem Pilotprojekt
Moderation: Martin Schultz, erster Peerberater in der Bundesagentur für Arbeit
Referierendenliste:
- Becker, Manfred, Fachmann für berufliche Teilhabe, Bonn
- Engel-Fesca, JanegtSoziale Arbeit Gemeindepsychiatrie/Systemische Therapeutin, BBB PRW, Fachdienst Beratung und Aufnahme, Pfeiffersche Rehawerkstatt, MD
- Fesca, Marc, Geschäftsführung Arbeit+Teilhabe, Pfeiffersche Stiftungen zu Magdeburg-Cracau
- Grefenberg, Melanie, Diplom-Sozialarbeiterin, Systemische Supervisorin und Beraterin mit eigener Erfahrung
- Jäckel, Dorothea, Diplom-Psychologin, Leitung Individual Placement und Support (Job-Coaching) Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit FRITZ und soulspace, Vivantes Klinikum Am Urban und Vivantes Klinikum im Friedrichshain
- Kazberg, Azize, Public Health M. Sc., Physiotherapie/Ergotherapie B. Sc., Ergotheraupeutin, Wissenchaftliche Mitarbeiiterin Alice Salomon Hochschule, Berlin
- Kappert-Gonther, Kerstin, Dr. med., Psychiaterin und Psychotherapeutin, Mitglied des Bundestags (Bündnis 90/Die Grünen)
- Kirschbaum, Almut, Teamleitung - Individual Placement and Support (IPS), Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Vivantes Klinikum Am Urban und Vivantes Klinikum im Friedrichshain
- Schultz, Martin, Dipl. Verwaltungswirt, Marketing-Kommunikationswirt und Fachkraft BGM, Peerberater im Jobcenter Berlin-Lichtenberg
- Schweiger, Michael, Dipl. Sozialpädagoge/Betriebswirt, Psychologe (M.Sc.), Vorsitzender der Stiftung Hamburger Initiative, Geschäftsführer ARINET, Vorsitzender des Vereins exPEERienced, Peer-Support in der Bundesagentur für Arbeit im Jobcenter Berlin-Lichtenberg
- Süß, Frank-Michael, Geschäftsführer des Jobcenters Berlin-Lichtenberg
Essen und Trinken
Kaffee, Tee und Kaltgetränken sowie einem Mittagessen und Snacks (Gebäck, Obst) stehen zur Verfügung. Essen und Trinken ist in der Tagungsgebühr enthalten.
Kein Anmeldeformular hinterlegt
Ansprechpartner:in
DGSP Geschäftsstelle
Zeltinger Str. 9
50969 Köln
Tel.: (0221) 51 10 02
Fax: (0221) 52 99 03
E-Mail:
Kurzfortbildungen 2027
Perspektiven erweitern, Praxis weiterdenken: Die DGSP-Kurzfortbildungen 2027 greifen aktuelle Fragen sozialpsychiatrischer Praxis auf.
Ob in Präsenz oder online – das Programm verbindet fachliche Impulse mit Erfahrungsaustausch, konkreten Methoden und Raum für die Fragen aus dem eigenen Arbeitsalltag.
Mangel verwalten? Beziehung gestalten – Haltung entfalten
5. - 7. November 2026 in Mainz
Wir laden ein zum Austausch darüber, wie gemeindepsychiatrische Versorgung unter Bedingungen knapper Ressourcen gestaltet werden kann und welche Rolle Haltung, Beziehung und Zusammenarbeit dabei spielen.
G-FAB-Lehrgang 2026
Im November 2026 startet bei der DGSP ein neuer Lehrgang zur „Geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung“ (G-FAB). Die zweijährige Qualifizierung richtet sich an anleitende Mitarbeitende in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sowie bei anderen Leistungsanbietern.
Informationen zur Weiterbildung, den Teilnahmevoraussetzungen sowie zur Anmeldung finden Sie hier:
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In der DGSP kommen Menschen zusammen, die sich für die Rechte von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen einsetzen und deren gemeindenahe Versorgung vorantreiben wollen.
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