25. Juni 2026 | Veröffentlichung

Die DGPPN und die DG-Sucht haben eine neue S3-Leitlinie herausgegeben, um die Versorgung von Patienten mit einer kombinierten Psychose- und Suchterkrankung zu optimieren. Für die DGSP hat Martin Reker daran mitgewirkt. 

Ideal sei eine eng verzahnte, multiprofessionelle Therapie aus einer Hand. Das senkt nachweislich Behandlungsabbrüche und Klinikaufenthalte. Falls dies nicht möglich ist, müssen die Therapien über ein Case Management strikt koordiniert werden.

Psychotische Symptome sollten medikamentös (z. B. durch atypische Antipsychotika) behandelt werden, da dies auch den Substanzkonsum mindern kann. Bezüglich der Sucht gilt: Abstinenz oder Konsumreduktion sind das Ziel der Therapie, nicht die Voraussetzung dafür.

Die Einbindung von Angehörigen entlastet diese und stärkt den Therapieerfolg. Zudem reduziert eine konsequente Behandlung nicht nur individuelles Leid, sondern dient durch die Minimierung von Fremdgefährdung auch der Gewaltprävention.

    Das Projekt wurde vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert.

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