FA Sucht

Der Fachausschuss Sucht hat seit 2006 gemeinsam mit der BAG Wohnungslosenhilfe, dem Betreuungsgerichtstag e.V., dem DBH e.V.- Fachverband für soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik sowie dem Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit und jeweils örtlichen Kooperationspartnern fünf Mal einen „Fachtag Sucht“ mit großem Erfolg ausgerichtet (in Köln, Stuttgart, Berlin, Leipzig, Nürnberg). Im April 2016 soll die sechte Tagung in Hamburg stattfinden. Die Vorbereitungen laufen bereits. Dem Fachtag angeschlossen ist jeweils ein intensiver Workshop-Tag zur vertiefenden Darstellung und Erörterung der Themen. Im Vordergrund stehen dabei stets die Stärkung der an den Schnittstellen tätigen Kolleginnen und Kollegen, das Aufzeigen der Spannbreite zwischen Akzeptanz und Grenzen gegenüber Suchtmittel konsumierenden Betroffenen und die Möglichkeiten des Umgangs. Der Fachausschuss tagt etwa drei Mal jährlich an verschiedenen Orten mit in der Regel acht bis zwölf  Teilnehmern. Es gibt immer wieder Anfragen zur Mitarbeit von Interessierten; leider kommt nur selten eine Integration neuer KollIegInnen zustande.


Aktuelle Themen und Fragestellungen:

  • Sucht im Strafvollzug: Diskutiert wird das Thema Übergangsmanagement nach Entlassung aus dem Strafvollzug. Es gibt Modelle, zum Beispiel in NRW, die die Problematik aufgreifen und deren Erfolg unterschiedlich beurteilt wird. Es wurde überlegt, zur Fragestellung eine gemeinsame Tagung mit dem DBH (Fachverband für soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik) zu veranstalten.
  • Sucht im Schnittstellenbereich Wohnungslosenhilfe: Der Fachausschuss setzt sich mit der Frage der Zunahme chronisch mehrfach Abhängiger auseinander und einer angemessenen, die Suchtmittelabhängigkeit berücksichtigenden Versorgung. Dabei stehen die Ökonomisierung und Effizienz der Versorgung in diesen Institutionen einem akzeptierenden und fördernden Umgang gegenüber. Was sind die Konsequenzen für eine Betreuung?
  • Suchtkrankenbehandlung im psychiatrischen Verbund - Stellenwert der Rehabilitation: Die Versorgung Abhängiger verschiebt sich zunehmend. Psychiatrische Verbünde bieten umfängliche Behandlungen an. Welchen Stellenwert hat die traditionelle Rehabilitation dabei? Und welche Konsequenzen ergeben sich für eine bedarfsgerechte Versorgung?

Für den Fachausschuss:
Thomas Bader

Kontakt:
Thomas Bader
Henriettenweg 2
72072 Tübingen
Tel. (0 70 71) 6 46 98
(01 71) 9 91 58 27