Gegen Vorurteile – gegen das Vergessen

Vielfalt und Toleranz in einer offenen Gesellschaft

Am 3. September 2021 haben die Verbände im »Kontaktgespräch Psychiatrie« mit einer Diskussionsveranstaltung der psychisch erkrankten und ermordeten Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Zum zweiten Mal wurde die Veranstaltung nun im Online-Format als Zoom-Webinar durchgeführt, mit 48 Teilnehmenden. Neben der Erinnerung an die Folgen der menschenverachtenden Ideologie, Politik und
Taten der NS-Diktatur auf das Leben und Leiden von Menschen mit einer psychischen Erkrankung und von deren Angehörigen wurden in diesem Jahr aktuelle Bedingungen für eine offene Gesellschaft
in den Blick genommen.

Ziel war es, die Vergangenheit und Gegenwart in Beziehung zueinander zu setzen. Ob es ein »Zuviel der ›offenen Gesellschaft‹« gibt, fragte Dr. Jasmin Siri in ihrem Eingangsvortrag
vor dem Hintergrund von Gereiztheit, Hass und Menschenfeindlichkeit in digitalen Öffentlichkeiten. Anschließend diskutierten Prof. Arno Deister, Friedhilde Rißmann-Schleip, Karin Römer, Julia Gilfert und Dr. Klaus Obert, moderiert von Ralph Erdenberger, die Voraussetzungen einer Gesellschaft, die die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen fördert, unabhängig von allen Arten der Beeinträchtigung, und der Stigmatisierung entgegenwirkt.


Wer am 3. September nicht dabei sein konnte, kann sich das Symposium bei Youtube noch einmal komplett ansehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=0qdobQtR600&list=PLLbOX3ORvhS10Ds7h2YimjXzLoS9g9sAU