Was ist psychisch krank, und wie gehen wir mit psychischer Krankheit um?

Veränderungen der Haltungen in der Allgemeinbevölkerung und ihre Konsequenzen für die Versorgung.

► Donnerstag, 10. November 2022, 10:00-12:00 Uhr

Vorveranstaltung zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP)

Die Frage, was eigentlich psychische Krankheit bedeutet, wo die Grenze zwischen Gesundheit und Krankheit verläuft, und wie wir mit psychischer Krankheit umgehen, ist auch eine gesellschaftliche Frage. Unsere Vorstellungen von Normalität bestimmen, was wir als Abweichung oder als Krankheit einordnen. Die Haltungen zu Menschen mit psychischen Erkrankungen und das Stigma psychischer Krankheit sind nicht statisch, sondern wandeln sich. In diesem Symposium möchten wir aus verschiedenen Perspektiven diese gesellschaftliche Dimension von psychischer Krankheit beleuchten.

Georg Schomerus wird über Einstellungsveränderungen in der Allgemeinbevölkerung in den letzten 30 Jahren berichten, die mithilfe von großen Bevölkerungsumfragen seit 1990 regelmäßig erhoben wurden und die erhebliche Veränderungen zeigen: Auch wenn es insgesamt leichter geworden ist, über eigene psychische Probleme zu sprechen, hat entgegen den allgemeinen Erwartungen gerade die Stigmatisierung von Menschen mit schweren psychischen Krankheiten nicht abgenommen.

Die von Betroffenen initiierte und geleitete Arbeitsgruppe → Vorurteilsfrei befasst sich mit der Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Krisenerfahrungen. Ein Schwerpunkt stellt die von Betroffenen geleitete Forschung zu stigmatisierenden Haltungen von Polizeischüler:innen dar. Die Erfahrungswerte zu dieser Art des partizipativen Forschens, das Fazit der Forschungsergebnisse und Anregungen zur Verbesserung der Versorgungslage werden von Nicolai Hojka vorgestellt.

Schließlich berichtet Sven Speerforck von einem Forschungsprojekt, das untersucht, wie die Häufigkeit von bestimmten Krankheitssymptomen die Einordnung dieser Erscheinungen als Krankheit beeinflusst - mit überraschenden Ergebnissen.

Wir wollen das Symposium nutzen, um zu diskutieren, auf welche Weise die Haltungen zu Menschen mit psychischen Erkrankungen verbessert werden können.

Leitung: Georg Schomerus

Organisatorisches

Wenn eine Teilnahme ausschließlich an dieser Veranstaltung beabsichtigt ist, ist eine schriftliche Anmeldung per Anmeldeformular über die Website erforderlich. Die Teilnahmegebühr von 15 Euro für das Symposium (ohne Besuch der Jahrestagung) wird vor Ort durch Barzahlung entrichtet. 

Bitte beachten Sie das DGSP-Corona-Hygienekonzept auf unserer Website, das wir stetig den gesetzlichen Vorgaben anpassen. Wir werden bei der Tagung und beim Symposium die dann aktuell gültigen Bestimmungen anwenden, sollte es solche geben.

Anmeldung zum Symposium im Rahmen der Jahrestagung der DGSP

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