Foren (Fachtag "Begegnung mit süchtigen Klient*innen")

Es werden 7 Foren angeboten. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihre Erst- und Zweitwahl an!


→ Zurück zum Programm und zur Anmeldung

Forum I
Selbsthilfe und Sucht: Ursprung des Peer-Gedankens und Vision für die Zukunft? (Susanne Ackers, Tina Lindemann)

Der auf Diskursivität angelegte Workshop möchte mit den Teilnehmer*innen aus dem privaten sowie auch dem professionellen Helfersystem und natürlich auch den Betroffenen selbst das Thema gemeinschaftlich angehen. Hierzu werden Impulse in Form von Fragen und Statements vorbereitet und von den Moderator*innen eingebracht: Welche Erfahrungen wurden/werden bereits gemacht? Wie funktioniert(e) eine Peerbegleitung im Suchtbereich in der Vergangenheit und derzeit und wie könnte sie in Zukunft ggfs. neu angelegt werden? Welche Aspekte der EX-IN Philosophie des Empowerment und des Recovery könnten übernommen, welche müssten hinzugenommen werden? Gibt es hierzu bereits Ideen oder erste Entwicklungen?



Forum II
Auswirkungen des BTHG auf das System der Suchthilfe (Jörg A. Weber)

Im Forum soll darüber diskutiert werden, welche Auswirkungen mögliche Veränderungen des leistungsberechtigten Personenkreises (zukünftig nach ICF) auf die Angebotsstruktur der Suchthilfe haben. Bisher erfolgte bei Reha-Angeboten ein weitgehender Ausschluss nicht-abstinenzwilliger oder abstinenzfähiger Klient*innen. Teilhabemöglichkeiten sind aber nicht zwingend an Abstinenz gebunden. Bekommen wir andere akzeptierende Angebote als bisher?



Forum III
Problemlagen an der Schnittstelle zwischen Umsetzung des BTHG und rechtlicher Betreuung (Christian Roder, Stephan Sigusch)

In dem Forum werden  erste Erfahrungen von Leistungserbringer*innen und rechtlichen Betreuer*innen in der Umsetzung des BTHG vorgestellt und diskutiert. Gemeinsam soll an möglichen Strategien der Problemlösungen gearbeitet werden, wobei ein intensiver Praxisbezug zu den Herausforderungen der Tätigkeit als Vereinsbetreuer*in und aus dem Beratungsgeschehen  der Ergänzenden und Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) Grundlage ist.



Forum IV
BTHG und die Auswirkungen auf die Wohnungsnotfallhilfe (Sabine Bösing, Christian Garden)

Gemeinsam soll den Fragen nachgegangen werden, wie sich die Umsetzung des BTHG auf die Hilfen nach §§ 67 ff. auswirken. Welche Erfahrungen werden in den einzelnen Bundesländern gemacht? Wo sind Veränderungen spürbar?  



Forum V
Was bedeutet das BTHG für die Straffälligenhilfe? (Daniel Wolter)

Mit dem BTHG werden die Leistungen zur Teilhabe und damit die Eingliederungshilfe neu geregelt. Auch die Straffälligenhilfe, die auf eine wirksame Verbesserung der Lebensverhältnisse und Teilhabechancen straffälliger Menschen hinwirkt, muss sich mit den Änderungen des BTHG auseinandersetzen. In dem Forum soll mit den Teilnehmer*innen diskutiert werden, welche bisherigen Erfahrungen und Auswirkungen mit der Neuregelung des BTHG für die Straffälligenhilfe verbunden sind. Was bedeuten die mit dem Gesetz geschaffenen Möglichkeiten der Teilhabe und Selbstbestimmung für straffällig gewordene Personen? Welche zukünftige Rolle und Funktion kommt der Straffälligenhilfe bei der Neuregelung der Eingliederungshilfe zu? Diese und weitere Fragen sollen in einer offenen Gesprächsrunde mit Teilnehmer*innen aus der Straffälligenhilfe diskutiert werden.



Forum VI
BTHG - Umsetzung und Folgen aus Sicht des Leistungsträgers (Karl-Heinz Schön)

Der Leistungsträger hat die Umsetzung des BTHG auf Basis des festgestellten Bedarfes zu organisieren. Der Träger der Eingliederungshilfe bezahlt ausschließlich die Kosten für die Fachleistung, die weiteren Kosten sind durch die Grundsicherung oder als Selbstzahler zu finanzieren. Der Leitungsträger hat das Verfahren der Antragsbearbeitung und Leistungsgewährung i. S. der Antragsteller zu garantieren. 



Forum VII
Was interessiert das die Psychiatrie? (Martin Reker)

Chronisch Suchtkranke beschäftigen gleichzeitig Eingliederungshilfe und Akutpsychiatrie. Während im Krankenhaus Diagnosen und Symptome im Vordergrund stehen, präsentiert sich das neue BTHG als ein radikal subjektzentriertes, an Funktionsstörungen orientiertes Unterstützungskonzept. Wie soll das zusammengehen, was doch sicher zusammengehört?