Veranstaltungen der Stiftung für Soziale Psychiatrie

2019

Diskussionsveranstaltung

► 4. Dezember 2019 | Leverkusen

Am Vorabend der DGSP-Jahrestagung lädt die Stiftung für Soziale Psychiatrie zur Diskussionsveranstaltung
 "Wie gehen wir angemessen mit Missständen in psychiatrischen Institutionen um - wahrnehmen, resignieren, wegschauen oder aufschreien?"

Über mögliche Lösungswege möchten wir mit diesen Gästen diskutieren:

  • Günter Wallraff // investigativer Journalist, Köln
  • Annegret Falter // Vorsitzende des Whistleblower-Netzwerks Deutschland, Berlin
  • Petra Rossmanith // Beratungs- und Beschwerdestelle Berlin
  • Dr. Margret Osterfeld // Psychiaterin, Psychotherapeutin, Mitglied der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter und Misshandlung, Dortmund
  • Anke Hinrichs // langjährige Redakteurin der Zeitschrift »Eppendorfer – Zeitung für Psychiatrie und Soziales«, Hamburg

Moderation: Ralph Erdenberger

► Mehr Informationen finden Sie im Programmheft (pdf) zur Jahrestagung.

Die Diskussionsveranstaltung findet statt am Mittwoch, den 4. Dezember 2019, um 18 Uhr im mattea Restaurant & Lounge, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen.

Der Eintritt beträgt 5 Euro und wird vor Ort bezahlt. Über Spenden für die Arbeit der Stiftung freuen wir uns.
Wegen der Raumplanung wird um Anmeldung gebeten bis zum 15. November 2019:

Stiftung für Soziale Psychiatrie
Christian Nieraese (Geschäftsführung)
Tel.: (0621) 41 41 26
E-Mail: c.nieraese(at)vodafone.de

Veranstaltung zum EU-Protesttag für die Belange der Menschen mit Behinderungen

► 11. Mai 2019 | Mannheim

Im Rahmen des EU-Protesttages für die Belange der Menschen mit Behinderungen hatte die Stiftung gemeinsam mit der Mannheimer Initiative Psychiatrie-Erfahrener am 11. Mai 2019 nach Mannheim eingeladen. Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung fand im Zeughaus in den Reiss-Engelhorn-Museen statt und wurde musikalisch durch den Akkordeonspieler Andreas Rathgeber begleitet. 

Jessica Reichstein als Mitglied des Stiftungsbeirats und des geschäftsführenden Vorstands der DGSP begrüßte und bedankte sich bei Christian Nieraese, der die Veranstaltung organisiert hatte und durch den Abend führte. Dr. Dr. Stefan Weinmann aus Berlin referierte unter dem Titel »Die Vermessung der Psychiatrie. Täuschung und Selbsttäuschung eines Fachgebietes« Auszüge seines gleichnamigen aktuellen Buchs. Er stellte Studienergebnisse zum Einfluss sozialer Faktoren auf psychische Erkrankungen vor und forderte ein Umdenken in der Psychiatrie, die in vielen Fällen hauptsächlich auf Psychopharmaka setze und einfach weitermache wie bisher.
Aktuelles Buch von Stefan Weinmann

Der Titel des Vortrags von Dr. Elke Prestin aus Bielefeld lautete »Beteiligung ?! – Menschen mit Psychiatrieerfahrung als Teil der Gesellschaft«. Sie berichtete über ihren eigenen Weg und die Bedeutung ihres Aufenthalts in der Psychiatrie auf ihr weiteres Leben. Ausgehend vom Würdebegriff spannte Prestin einen Bogen über die UN-BRK hin zum »capabilities approach« von Martha Nussbaum und forderte, in der Psychiatrie solche Behandlungsansätze weiterzuentwickeln, die die Würde der Patient*innen achten und ihre Selbstachtung fördern.
Vortrag von Elke Prestin

2018

Lesung der Stiftung in Magdeburg

► 14. November 2018 | Magdeburg

Am Vorabend der Jahrestagung hatte die Stiftung für Soziale Psychiatrie zu Vortrag, Diskussion und Lesung in die schöne Volkshochschule Magdeburg eingeladen. Rund 100 Besucher*innen waren gekommen und wurden von Sven Bechtolf vom DGSP-Vorstand und Christian Nieraese, dem Geschäftsführer der Stiftung, herzlich begrüßt.

Stefan Weinmann, Psychiater und Psychotherapeut aus Berlin, sprach zu seinem geplanten Buch »Das Soziale in der Psychiatrie – zur Selbsttäuschung eines Fachgebietes und ihrer Überwindung«. Er stellte heraus, dass die starke biologische Orientierung der Psychiatrie zuletzt häufig zu einer Vernachlässigung sozialer Faktoren geführt habe. Es sei aber wichtig, das eigene Fachgebiet zu verlassen und soziale Elemente psychischer Erkrankungen anzuerkennen.

Monika Staemmler, Sozialarbeiterin und systemische Therapeutin aus Dresden, las Auszüge aus ihrem Buch »Das erzähl ich nur Ihnen! – Die Kunst der Beziehungsarbeit«. Auf kluge und unterhaltsame Weise erzählte sie von einzelnen Menschen, die sie lange begleitet hat und die ihr sehr nahe standen. Die Fallgeschichten schienen viele Zuhörer*innen zu begeistern - so konnte Monika Staemmler am Ende viele Bücher signieren.

2017

Lesung »Auf der Suche nach Wahrheiten«

► 22. November 2017 | Hamburg

Im Rahmen der Jahrestagung der DGSP hatten die Stiftung für Soziale Psychiatrie und der Psychiatrie Verlag am 22. November 2017 zu Vortrag, Gespräch und Lesung ins Hamburg Haus eingeladen.

Knapp 100 Gästen berichtete Christian Pross von seinem Buch »Wir wollten ins Verderben rennen« und von seinen Erfahrungen mit dem Sozialistischen Patientenkollektiv (SPK). Im Gespräch mit Gunther Kruse und Niels Pörksen beeindruckte außerdem die offene Schilderung eines ehemaligen Patienten des SPK, der von der Anziehungskraft etwa der philosophischen Diskurse im Kollektiv erzählte.

York Bieger sprach anschließend mit Mechthild Niemann-Mirmehdi, Eva-Maria Franck und Thomas Bock über ganz persönliche Herausforderungen bei der Neuauflage von »Irren ist menschlich«.
Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet vom Saxofonisten Alexander Kimo Eiserbeck.

Verleihung des Stiftungspreises 2017

► 12. Mai 2017 | Hamburg

Im Mai 2017 verlieh die Stiftung für Soziale Psychiatrie in Hamburg den diesjährigen Förderpreis. Preisträger war das Projekt KIDS des Vereins Basis & Woge e.V. Hamburg, das sich seit 25 Jahren mit viel Engagement für Kinder und Jugendliche auf der Straße einsetzt. Erfahren Sie mehr vom abwechslungsreichen Programm und lesen Sie den Bericht zur Preisverleihung in der "Sozialen Psychiatrie".

Bewerbungen für den Stiftungspreis 2019 nimmt die Stiftung übrigens ab Herbst 2018 entgegen.

2016

Lesung und Kabarett

»Spurensuche – Ringen um Selbst-Verständlichkeit bei Psychosen und Depression«

► 5. Oktober 2016 | Berlin

Die Stiftung für Soziale Psychiatrie lud ein zu Vortrag, Gespräch und Lesung mit den Autoren des im Frühjahr 2016 erschienenen Buches „Psychosen – Ringen um Selbstverständlichkeit“ – Prof. Dr. Andreas Heinz und Prof. Dr. Thomas Bock. Außerdem las der Kabarettist Tobi Katze aus seinem Buch „Morgen ist leider auch noch ein Tag – Irgendwie hatte ich von meiner Depression mehr erwartet.“