Die Stiftung für Soziale Psychiatrie

Unter dem Motto „Seelische Gesundheit stiften“ wurde am 5. Mai 2007, dem Europäischen Tag der Gleichstellung behinderter Menschen, die Stiftung für Soziale Psychiatrie der DGSP offiziell gegründet. Denn: Das erfolgreiche Engagement für die Weiterentwicklung der sozialpsychiatrischen Behandlung und Betreuung der Betroffenen braucht eine solide finanzielle Basis. Mit der Gründung der Stiftung für Soziale Psychiatrie hat die DGSP hierfür einen wichtigen Grundstein gelegt. Im Mittelpunkt der Stiftung steht insbesondere das Engagement für innovative und nachhaltige Modelle sozialpsychiatrischer Betreuung und Behandlung psychisch kranker Menschen. Dies soll durch die finanzielle Unterstützung von Modellprojekten, bürgerschaftlichen Initiativen, Forschungsarbeiten oder Bildungsangeboten geschehen, die wichtige Aspekte psychischer Erkrankung berücksichtigen. Förderfähig sind Vorhaben, die Menschen mit psychischen Erkrankungen auf gleicher Augenhöhe begegnen, sie in ihrem Selbstbestimmungsrecht stärken und auf die Erhaltung ihrer Menschenwürde und Verbesserung ihrer Lebensqualität hinwirken.

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Seelische Gesundheit stiften - Der Stiftungspreis geht 2022 an das Projekt u25 

2022 wurde der Förderpreis der Stiftung für Soziale Psychiatrie dem Reha-Verein Mönchengladbach für das Projekt u25  -  Hilfen für chancenlose junge Erwachsene zugesprochen.

Der Förderpreis wird in der Regel alle zwei Jahre für Projekte guter Praxis verliehen, die gleichermaßen beispielhaft für nachhaltig und inklusiv wirkende Modelle der psychiatrischen Versorgung sein sollten. In diesem Zyklus begrüßte die Stiftung Bewerbungen vor allem aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und -psychiatrie. Die eingereichten Projekte sollten:

  • grundsätzliche Bedeutung haben, modellhafte Initiativen sein, die in fachpolitische Programme aufgenommen werden könnten, auch quer zur Regelfinanzierung, z.B. Hilfen, die zur Normalisierung im Lebensumfeld und zur Sozialraumorientierung beitragen, möglichst also keine spezialisierten Angebote nach »Diagnosen«
  • trialogische Zusammenarbeit und Austausch fördern: dieses trialogische Kooperieren muss ausgedehnt werden über die Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen und professionellen Mitarbeitern hinaus, indem eine Einbeziehung z.B. der EX-IN-Geschulten, Bürgerhelfern, Laien u.a. erfolgt
  • sozialpsychiatrisches Handeln an Schnittstellen in den Fokus stellen, d.h. Zusammenarbeit mit anderen Bereichen wie z.B. Jugendhilfe, Bewährungshilfe, Forensik, Sozialdienste, Wohnungslosenhilfe, alles im Sinne von Eingliederung
  • zudem sollten sich die Projekte mit jenen Gruppen befassen, die sonst nur schwer und oft gar keine Hilfe in dem vorhandenen Versorgungssystem finden.

Die sehr interessanten Projektbeschreibungen und Bewerbungen um den Förderpreis der Stiftung 2022 wurden intensiv und sorgfältig begutachtet. Bei der Würdigung haben wir uns auch leiten lassen von unseren Erfahrungen in unserem Verband, der DGSP, in dem es erst seit kurzem wieder einen Fachausschuss Kinder und Jugendliche gibt und die Überzeugung wächst, dass dieses Thema einen größeren Raum in unserem Wirken benötigt. Besonders überzeugt hat das Konzept von u25 mit dem Ansatz, jungen Erwachsenen eine neue Perspektive zu bieten, die bisher von anderen städtischen  Versorgungsleistungen ausgeschlossen waren. Das Projekt spricht diese Menschen auf verschiedene Arten neu an und macht ihnen Angebote zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung.

Die Preisübergabe findet statt am Dienstag, dem 23.08.2022  um 18.00 Uhr im Weltkunstzimmer (Hans Peter Zimmer Stiftung) in der Ronsdorfer Str. 77a, 40233 Düsseldorf, eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen Mitgliederversammlung  der Rheinischen Gesellschaft  für Soziale Psychiatrie e.V.   

Der Förderpreis der Stiftung für Soziale Psychiatrie ist mit 2.500, 00 Euro dotiert. Er versteht sich als eine Auszeichnung und Anerkennung der in den Projekten aktiven Menschen. Alle eingereichten Projektideen werden auf der Homepage der Stiftung in einer Kurzfassung veröffentlicht. Sie sollen anregen, die vielfältigen Ideen der eingereichten Projekte für die eigene Praxis nutzbar zu machen.

Christian Nieraese

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Die Unterstützung der Stiftung ist auf vielfältige Weise möglich. Sie sind herzlich eingeladen,

  • das Stiftungskapital durch eine Zustiftung zu erhöhen
  • den Stiftungszweck durch eine zweckgebundene Spende zu fördern
  • anlässlich eines Geburtstages oder Firmenjubiläums Spenden für die Stiftung zu sammeln
  • einen Dauerauftrag zugunsten der Stiftung für Soziale Psychiatrie einzurichten
  • die Stiftung in Ihrem Testament zu bedenken
  • oder Ihrer Familie, Ihren Freunden und Kollegen von unserer Stiftung zu erzählen.

Die Stiftung für Soziale Psychiatrie ist gemeinnützig. Zustiftung und Zuwendungen können steuerlich abgesetzt werden. Beträge in jeder Größe sind willkommen.

Das Stiftungskonto:
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE57 3702 0500 0001 3476 00
BIC: BFSWDE33XXX

Mehr Informationen:
Stiftung für Soziale Psychiatrie
Christian Nieraese (Geschäftsführer)
Lameystr. 32
68165 Mannheim
Tel.: (0621) 41 41 26
Fax: (0621) 41 41 26
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