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DGSP-Newsletter 2/2020 (25. März 2020)

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Ausbreitung des Coronavirus prägt aktuell unseren Alltag und deshalb natürlich auch diesen Newsletter. Die Situation ist nicht einfach. Jetzt geht es neben der Eindämmung des Virus auch darum, sich angesichts der aktuellen Einschränkungen im Alltag zurechtzufinden, sich bei der Arbeit ausreichend zu schützen, eine Alltagsstruktur aufrechtzuerhalten, Menschen nicht allein zu lassen und sich auszutauschen. In den nächsten Wochen und Monaten muss es natürlich gerade in dieser Zeit auch darum gehen, die Hilfsangebote für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zu sichern. Hierfür wollen wir uns einsetzen.

Unterstützen Sie uns, indem Sie uns von Ihren Sorgen, persönlichen und beruflichen Herausforderungen berichten und uns damit auf zukünftige Themen und Aufgaben aufmerksam machen. Gemeinsam wollen wir uns auch in Zeiten der Corona-Epidemie für eine gute Sozialpsychiatrie engagieren. Schreiben Sie uns an info@dgsp-ev.de - und bleiben Sie gesund!

Herzlich, Ihr Team aus der DGSP-Geschäftsstelle

Inhalt

  • Neues aus der DGSP
  • Interview mit Dr. Klaus Obert zur Coronakrise
  • Zur Situation der sozialen Dienste und Einrichtungen
  • Menschen in der Krise
  • Belastung für Familien
  • Was können wir tun?
  • Corona zum Hören
  • Weitere Themen

Neues aus der DGSP

Absage von Veranstaltungen

Aufgrund der Corona-Epidemie hat die DGSP sämtliche Fachtage und Fortbildungen bis Anfang Mai abgesagt. Wir bemühen uns um Nachholtermine für die Fachtage „Begegnung mit süchtigen Klient*innen – eine unvermeidbare Herausforderung zum gemeinsamen Handeln“ und „Psychosebegleitung und Neuroleptika – Über Möglichkeiten, in der Psychosebegleitung und -behandlung Neuroleptika möglichst niedrig zu dosieren und auf sie zu verzichten“ und informieren hierzu möglichst zeitnah. Zum aktuellen Stand zu anstehenden Fortbildungen und weiteren häufigen Fragen haben wir auf unserer Website Informationen für Sie zusammengestellt. [Zu den FAQ Coronavirus]

Erreichbarkeit der DGSP-Geschäftsstelle

Wir bitten um Verständnis dafür, dass unsere Geschäftsstelle wegen der aktuellen besonderen Situation derzeit nur eingeschränkt erreichbar und unser Telefon vorübergehend nicht besetzt ist. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail an info@dgsp-ev.de. Wir melden uns natürlich schnellstmöglich bei Ihnen zurück!

Interview mit Dr. Klaus Obert zur Coronakrise

Die Ausbreitung des Coronavirus in Europa und die Maßnahmen zur Eindämmung verändern in diesen Tagen massiv das Alltagsleben von uns allen. Seit dieser Woche gilt das Kontaktverbot: Wir sollen möglichst zu Hause bleiben, Wege zur Arbeit und zu anderen wichtigen Terminen sind zwar weiterhin erlaubt genauso wie individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft, aber darüber hinaus dürfen wir uns nur noch zu zweit oder mit Angehörigen aus dem gemeinsamen Haushalt draußen aufhalten. Was bedeutet dies für Menschen mit psychischen Erkrankungen? Dr. Klaus Obert gibt uns eine Einschätzung. [Zum Interview]

Zur Situation der sozialen Dienste und Einrichtungen

Forderungen der Fachverbände für Menschen mit Behinderung

In einer Medienmitteilung vom 18. März 2020 haben die Fachverbände für Menschen mit Behinderung verlässliche Rahmenbedinungen für Leistungserbringer gefordert, damit Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung auch in der näheren Zukunft eine bedarfsgerechte Versorgung erhalten. [Zur Medienmitteilung]

Sozialschutz-Paket beschlossen

Am 23. März 2020 hat das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung und zum Einsatz und zur Absicherung sozialer Dienstleister aufgrund des Coronavirus beschlossen. Der Entwurf sieht u.a. vor, dass soziale Dienstleister und Einrichtungen der Fürsorge in Deutschland finanziell unterstützt werden sollen, damit sie nicht in ihrem Bestand gefährdet sind. Das sogenannte Sozialschutz-Paket soll bereits am 29. März 2020 in Kraft treten. [Zur Pressemitteilung des BMAS]

Menschen in der Krise

Wenn der Alltag wegbricht

Zeit Magazin: Autorin Kathrin Weßling leidet unter Depressionen. Sie erzählt, was die Isolation für sie bedeutet, wie sie sie belastet – und was ihr hilft. [Zum Artikel]

Zu Hause bleiben ohne Zuhause

tagesschau.de: Autor Holger Schwesinger dokumentiert die vielfältigen dramatischen Folgen der aktuellen Coronakrise für wohnungslose Menschen. [Zum Beitrag]

Corona in den griechischen Flüchtlingslagern

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen fordert angesichts der Corona-Epidemie die umgehende Evakuierung der EU-Flüchtlingslager in Griechenland. [Zum Appell] Im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur stellt der Soziologe Vasilis Tsianos dieselbe Forderung. Bis das Coronavirus sich in den Flüchtlingslagern ausbreitet, sei es nur noch eine Frage der Zeit. [Zum Podcast]

Angebot des Psychiatrienetzes

Das Psychiatrienetz stellt ab sofort regelmäßig Informationen zum Thema "Corona und psychische Gesundheit" zusammen, u.a. zu persönlichen Erfahrungen und zur Frage, wo man Rat und Hilfe (auch in Krisenzeiten) findet. [Zur Website]

Belastung für Familien

Zunahme häuslicher Gewalt befürchtet

Ärzteblatt: Laut Franziska Giffey (SPD) könnten Isolation und finanzielle Sorgen durch die Coronakrise zu mehr häuslicher Gewalt führen. [Zum Beitrag]

Beratung für Eltern

Die meisten Anlauf- und Beratungsstellen für Eltern und Schwangere haben den Publikumsverkehr derzeit stark eingeschränkt. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat deshalb eine Übersicht mit den aktuell verfügbaren professionellen und ehrenamtlichen kostenlosen Telefon- und Online-Beratungsangeboten für Eltern und Schwangere veröffentlicht. [Zur Übersicht]

Was können wir tun?

Die Ausbreitung des neuen Coronavirus und die zugehörige Nachrichtenflut macht vielen Menschen Angst. Hinzu kommen erhebliche Einschränkungen im Alltagsleben, die ebenfalls häufig als psychische Belastungen erlebt werden. Expert*innen raten u.a. zu einer guten Strukturierung und Selbstfürsorge im Alltag und einem begrenzten Medienkonsum.

Empfehlungen des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung (LIR)

Das LIR informiert zum Umgang mit den psychischen Folgen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie und formuliert Empfehlungen zur Stärkung der eigenen psychischen Gesundheit. [Zur Website des LIR]

Tipps von Mental Health Europe

Mental Health Europe hat 8 Tipps für die seelische Gesundheit in Zeiten des Coronavirus zusammengestellt, die das Pfalzklinikum auf Deutsch veröffentlicht hat. [Zu den Tipps]

Hilfe leisten

Der Newsletter “Corona: Wie kann ich helfen?” von der Freiwilligen-Community GoVolunteer liefert aktuelle Informationen dazu, wo Hilfe gebraucht wird und wie man unterstützen kann. Er zeigt Initiativen auf, die Hilfe für Betroffene leisten, sowie Möglichkeiten, wie wir von zu Hause aus oder in der Nachbarschaft helfen können. [Zum Blog von GoVolunteer]

Petition unterzeichnen

Auf der Petition-Plattform change.org sind in den letzten Wochen Hunderte Petitionen zum Thema Coronavirus gestartet worden. Alle Corona-Petitionen sind dort auf einer Website zu finden. [Zu den aktuellen Corona-Petitionen]

Corona zum Hören

Tonspur Wissen

Die Ausbreitung des Coronavirus wirft viele Fragen auf. Im Podcast "Tonspur Wissen" von t-online.de und der Leibniz-Gemeinschaft spricht die Journalistin Ursula Weidenfeld jetzt täglich mit Wissenschaftler*innen aus der Virologie, Psychologie, den Wirtschaftswissenschaften und anderen Fachbereichen. [Zum Podcast]

Coronavirus-Update mit Christian Drosten

NDR Info: Der Virusforscher Christian Drosten erklärt jeden Werktag im Podcast Neues zum Coronavirus. [Zum Podcast]

Weitere Themen

Neu: Soziale Plattform Wohnen

Mit der neu gegründeten „Sozialen Plattform Wohnen – Für eine menschenorientierte Wohnungspolitik“ will sich die DGSP auf Initiative des Paritätischen Gesamtverbands mit sieben weiteren Wohlfahrts-, Sozial- und Fachverbänden für Menschen engagieren, die auf dem derzeitigen Wohnungsmarkt kaum Chancen haben. [Zu den Forderungen der Plattform]

Mehr Verstorbene wegen Konsum illegaler Drogen

Die Drogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) hat eine aktuelle Statistik vorgestellt, derzufolge die Zahl der Menschen, die aufgrund des Konsums illegaler Drogen gestorben sind, im letzten Jahr um knapp 10 Prozent gestiegen ist. Ludwig forderte "flächendeckende Substitutions- und Hilfsangebote" und einen "gesellschaftlichen Konsens, dass Sucht eine schwere Krankheit ist und kein Ausgrenzungsgrund". [Zur Pressemitteilung der Drogenbeauftragten]

Empfehlungen zur Zukunft der Hilfeplankonferenzen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrischer Verbünde e.V. hat Empfehlungen zur Durchführung und Weiterentwicklung von sog. Hilfeplankonferenzen erstellt. [Zu den Empfehlungen]

Neues Hölderlin-Buch erschienen

Deutschlandfunk Kultur: Die beiden Psychiater Jann E. Schlimme und Uwe Gother setzen sich in ihrem Buch "Hölderlin" mit dem Klischee vom "umnachteten Genie im Turm" auseinander. In der Sendung "Lesart" stellen sie ihr im Psychiatrie Verlag erschienenes Buch vor. [Zum Podcast]

Impressum

Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP)

Zeltinger Str. 9
50969 Köln
Telefon: (0221) 51 10 02
E-Mail: info(at)dgsp-ev.de
Internet: www.dgsp-ev.de
Vereinsregister: Hannover Nr. 3896
Geschäftsführer: Richard Suhre
Redaktion: Marie Schmetz
Kontakt: newsletter(at)dgsp-ev.de

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