Weitere Fortbildungsangebote

Was tun, wenn psychiatrische Praxis auf Menschen mit extrem rechter Orientierung trifft?

Veranstaltungsdatum
3. und 4. April 2024
Veranstaltungsort
Hannover

Evangelische Heimvolkshochschule „Stephansstift“
Kirchröder Straße 44
30 625 Hannover

Gebühren
DGSP-Mitglieder: -

250 € zzgl.

  • Tagungshauspauschale mit Übernachtung im EZ: 199 € (insgesamt 449 € )
  • Tagungshauspauschale mit Übernachtung im DZ: 187 €  (insgesamt 437 €)
  • Tagungshauspauschale ohne Übernachtung: 116 € (insgesamt 366 €)
Anmeldung nicht möglich

Beschreibung

Die Fortbildung muss leider abgesagt werden.

Trainerinnen:

  • Prof. Dr. Marion Mayer, Alice Salomon Hochschule, Berlin
  • Peter Eremia, Mobile Beratung Magdeburg, approbierter Kinder- und Jugendpsychotherapeut
  • Charlotte Löber, Mobile Beratung Münster, M.sc. Psychologie
  • Dr. Friedemann Bringt, Bundesverband Mobile Beratung e.V.

Die psychiatrische Beratung und Therapie sind Orte der Begegnung, in denen Menschen verschiedener Einstellungen und Orientierungen aufeinandertreffen. Der Auftrag der psychiatrisch Tätigen ist dabei, Menschen in der Bewältigung von Lebenskrisen zu begleiten, Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben zu ermöglichen und vieles mehr - nicht aber, Menschen politisch zu bilden oder zu beeinflussen. Die therapeutische Beziehung und Vertrauensbasis zwischen Behandelnden und Behandelten ist jedoch ausschlaggebend für die Therapie. Daher ist es eine Herausforderung, Menschen mit rassistischen, antisemitischen, antifeministischen und anderen Ideologien der Ungleichwertigkeit zu begleiten und zu behandeln. Zunehmend werden auch Fachkräfte in psychiatrischen Einrichtungen mit extrem rechten Orientierungen oder gar Handlungen konfrontiert und suchen nach Orientierung bei der Zuordnung und dem Umgang mit solchen Erfahrungen.

An konkreten Fällen aus der eigenen Praxis der Teilnehmenden und im Dialog mit Impulsen aus der (Beratungs-)Wissenschaft und der Beratung zu Rechtsextremismus werden in der Weiterbildung folgende Fragestellungen diskutiert: Woran erkenne ich extrem rechte Orientierungen von Klient*innen? Welche Erfahrungen machen psychiatrisch Tätige mit extrem rechten Meinungsäußerungen und wie können sie sich in ihren Einrichtungen damit gelingend auseinandersetzen? Wie gehen sie mit der gebotenen Offenheit allen Hilfesuchenden gegenüber und dem Gefühl eigener Überforderung um? Welche Bedeutung haben solche Meinungsäußerungen für das Umfeld, besonders gegenüber anderen hilfesuchenden Menschen?

Themen:

  • Aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten und ihre Relevanz für die psychosoziale Beratung und Therapie,
  • extrem rechte Orientierungen und ihre psychologischen Erklärungsmodelle,
  • Reflexion der eigenen Berufspraxis,
  • Diskriminierungs-, Macht- und Gendersensibilität in der eigenen Arbeit,
  • Arbeit an eigenen Fallbeispielen.

Inhalte

Programm

MITTWOCH, 3. APRIL 2024, 11:00 – 19:00 UHR

10:30 – 11:00 UHR // Ankommen, Begrüßungskaffee und Organisatorisches
11:00 – 12:30 UHR // Begrüßung, Seminarplan und interaktive Vorstellung

12:30 – 13:30 UHR // MITTAGSPAUSE

13:30 – 14:15 UHR // Einführung und Überblick: die extreme Rechte, aktuelle Entwicklungen und Brückennarrative zu gesellschaftlichen Debatten
14:15 – 15:30 UHR // Plenum: Erfahrungen mit extrem rechten Orientierungen/Personen in eigener Praxis

15:30 – 16:00 UHR // KAFFEEPAUSE

16:00 – 16:45 UHR // Gruppenarbeit: meine Strategien im Umgang mit extrem rechten Orientierungen
16:45 – 17:15 UHR // Auswertung und Diskussion zu Gruppenarbeit 17:15 – 18:30 UHR Intervision: Lernen aus eigenen Beispielen und Fällen aus der Praxis
18:30 – 19:00 UHR // Tagesreflexion 19:00

20:00 UHR // ABENDESSEN

AB 20:30 // Kamingespräch

DONNERSTAG, 4. APRIL 2024, 09:00 – 16:00 UHR

09:00 – 09:15 UHR // Begrüßung und Tageseinstimmung
09:15 – 09:45 UHR // Psychologische Erklärungsmodelle für extrem rechte Orientierungen
09:45 – 10:30 UHR // Vertiefung der psychologischen Erklärungsmodelle in Kleingruppen

10:30 – 11:00 UHR // KAFFEEPAUSE

11:00 – 12:00 UHR // Plenums- und Gruppenarbeit zum Thema: Diskriminierungs-, Macht- und Gendersensibilität in der eigenen Arbeit

12:00 – 13:00 UHR // MITTAGSPAUSE

13:00 – 14:30 UHR // Think – Pair – Share: Anwendung der Impulse aus Berufsethik und Wissenschaft auf die eigene Praxis

14:30 – 14:45 UHR // KAFFEEPAUSE

14:45 – 15:15 UHR // Transfer der Arbeitsergebnisse in die eigene Berufspraxis
15:15 – 16:00 UHR // Modulauswertung

Kein Anmeldeformular hinterlegt

Ansprechpartner:in

Geschäftsstelle der DGSP
Zeltinger Str. 9
50969 Köln
Tel.: (0221) 51 10 02
Fax: (0221) 52 99 03
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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