Online-Seminar 106: »Der Mensch ist die Medizin des Menschen«

Von der heilsamen Wirkung einer menschenwürdigen Beziehungsgestaltung


Psychische Erkrankungen sind häufig durch verletzende und teilweise traumatisierende Beziehungserfahrungen (mit)verursacht und bringen symptomatisch oft eine ausgeprägte Störung der Beziehungsfähigkeit mit sich. Die menschliche Begegnung hat daher in der sozialpsychiatrischen Arbeit eine herausragende Bedeutung: Sie kann zu neuen Verletzungen führen und chronifizierend wirken oder aber heilsame korrigierende Erfahrungen ermöglichen und die Genesung fördern.

Vor diesem Hintergrund erfordert die Beziehungsarbeit besondere Fähigkeiten der Sozial- und Selbstkompetenz: Was sind wichtige Voraussetzungen für eine heilsame Beziehungsarbeit? Welche Faktoren beeinflussen die Begegnung? Warum sind Beziehungskonflikte hilfreich? Wie können wir den Bedürfnissen der Klient*innen gerecht werden und gleichzeitig unsere persönlichen Grenzen wahren?

Die Fortbildung gibt Antworten auf diese und weitere Fragen und wird bewusst beziehungsorientiert gestaltet, sodass die Teilnehmer*innen ihre eigenen Anliegen zum Thema einbringen können. Wir arbeiten dabei auf Grundlage der beziehungsorientierten Psychoanalyse (nach Wilfred Bion und Donald Winnicott), Transaktionsanalyse (nach Berne, Steiner, Erskine, et al.) und Bindungstheorie (nach Bowlby / Ainsworth).

Ziel des Seminars ist die Vermittlung der Grundlagen einer professionellen Beziehungsarbeit zur Reflexion und Erweiterung der persönlichen Handlungskompetenz für die Arbeit in den verschiedenen (sozial-) psychiatrischen Arbeitsfeldern.

Inhalt:

  • Modelle zum Grundverständnis der Bedeutung von Beziehungsarbeit
  • Wichtige Einflussfaktoren auf die menschliche Begegnung
  • (Kommunikations-) Methoden zur Kontakt- und Beziehungsgestaltung
  • Umgang mit Macht und Ohnmacht in professionellen Helferbeziehungen
  • Resonanz auf (symbiotische) Beziehungsbedürfnisse
  • Sensibilisierung für ein angemessenes Nähe-Distanz-Verhältnis
  • Grenzen und Selbstfürsorge in der Beziehungsarbeit
  • Übungen als Anregung zur Selbstreflexion
  • Supervision eigener Anliegen aus der beruflichen Praxis der Teilnehmer*innen

Zielgruppe:  

Alle in der Psychiatrie Tätigen

Referent:innen:

Dr. rer. nat. M Leticia Castrechini-Franieck: Registered Counselling Psychologist (HCPC, EuroPsy und BPS - UK), Supervisorin/Coach (DGSv)

Uli Mugele: Dipl. Sozialpädagoge (BA), Transaktionsanalytiker (DGTA/EATA), Heilpraktiker für Psychotherapie (HeilprG)

Termin & Ort

18. – 20. November 2021 via Zoom


Zeitrahmen (16 Ustd.)

Do  18:00 – 19:30 Uhr
Fr      9:00 – 18:00 Uhr
Sa     9:00 – 16:00 Uhr


Teilnehmer*innen

Max. 14 TN

Seminargebühr

  • DGSP-Mitglieder: 230,– €
  • Nichtmitglieder: 275,– €

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