Sozialpsychiatrische Zusatzausbildung Berlin 2017

► Einstieg am 12. Januar 2018 noch möglich!

Am 8. Dezember 2017 hat in Berlin ein neuer Kurs der Sozialpsychiatrischen Zusatzausbildung begonnen. In dem Kurs, der 2,5 Jahre dauert (und 800 Unterrichtseinheiten umfasst), werden Basiswissen zur Orientierung im psychiatrischen Alltag und Handlungskompetenz in unterschiedlichen Problemlagen auf Grundlage einer gemeindepsychiatrischen Perspektive vermittelt.

Neues Jahr, großes Glück:
Es sind noch wenige Plätze frei! Alle, die noch kurzentschlossen teilnehmen möchten, mögen sich bitte über das Anmeldeformular am Seitenende anmelden oder eine Email an die Geschäftsstelle schicken: dgsp(at)netcologne.de

Lerninhalte sind:

Grundlagen sozialpsychiatrischer Arbeit

  • Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Kontaktaufnahme und Kommunikation
  • Beziehungsgestaltung zum zu Klient*innen
  • Ressourcen- und Selbsthilfeorientierung,
  • Empowerment, Recovery

Entstehung, Erscheinungsbild und Verlauf psychischer Störungen

  • Krankheit als Störung und Bewältigungsversuch
  • Krankheitsbilder:
    • Psychosen
    • Manie und Depression
    • Persönlichkeitsstörungen
    • Abhängigkeitserkrankungen
    • Hirnorganische Störungen
    • Belastungs- und psychosomatische Störungen


Lebensweltbezogene Formen der Hilfe

  • Krisenintervention
  • Psychotherapie
  • Therapeutisches Milieu und Patientenorientierung
  • Pharmakotherapie
  • Alltagsbegleitung
  • Berufliche Rehabilitation
  • Arbeit mit Selbsthilfe- und Angehörigengruppen
  • Kinder psychisch kranker Eltern
  • Psychisch kranke Menschen mit Migrationshintergrund
  • Umgang mit Zwang und Gewalt Integrierte Versorgung (Home Treatment)
  • Psychoseseminar und Psychoedukative Gruppen


Berufliche Rollen, Teamarbeit und Organisationsentwicklung

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Organisationsentwicklung und Führungsstil
  • Supervision, Intervision und kollegiale Beratung
  • Kooperation und Arbeitsorganisation

Gemeindepsychiatrischer Verbund und rechtliche Rahmenbedingungen

  • Vernetzung im psychosozialen Arbeitsumfeld
  • Kooperation, Koordination und Steuerung in der Gemeindepsychiatrie
  • Trialogische Zusammenarbeit
  • Neue Formen einrichtungsübergreifender Finanzierung
  • Unabhängige Beschwerdestellen, Besuchskommission
  • Rechtliche Rahmenbedingungen (PsychKG, Betreuungsrecht, UN-BRK, SGB, PSG I-III, Bundesteilhabegesetz und PsychVVG u.a.)

Geschichte der Psychiatrie und deren Auswirkungen in der Gegenwart

Der Kurs hat vor allem die regionale Versorgungslandschaft der Sozialpsychiatrie in Berlin bzw. derjenigen Regionen (z.B. Brandenburg), aus der die Teilnehmenden kommen, zum Gegenstand. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist das Praktikum, das den Teilnehmenden die Möglichkeit eröffnet, durch Erweiterung und Wechsel der Perspektive wertvolle Erfahrungen theoretisch und praktisch zu gewinnen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs sind eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie eine mindestens einjährige Berufstätigkeit. Der neue Kurs der Sozialpsychiatrischen Zusatzausbildung wird im Oktober 2017 am Kursort Berlin starten. Zeitlich strukturiert ist die Ausbildung derart, dass ca. alle drei Wochen am Freitag sowie an ca. sechs Wochenenden in den 2 Jahren Seminartage in der Gesamtgruppe stattfinden. Dies ermöglicht auch Interessierten, die außerhalb von Berlin leben, die Teilnahme am Kurs.

Kosten:

Die Kosten für die gesamte Zusatzausbildung inkl. Anmeldegebühr bei der DGSP betragen

  • 3.788 Euro für Nicht-Mitglieder der DGSP
  • 3.585 Euro für DGSP-Mitglieder


Träger der Fortbildung ist die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP e.V.). Die DGSP engagiert sich seit über 40 Jahren aktiv für eine Humanisierung der psychiatrischen Versorgung. Als Fortbildungsanbieter ist die DGSP seit 30 Jahren tätig und verfügt über reichhaltige Erfahrungen in der Fortbildung psychiatrisch Tätiger.

Der Kurs wird geleitet von:

Petra Rossmanith: Dipl.-Pädagogin, Master „Integrierte Versorgung psychotisch erkrankter Menschen” (Abschluss in 2017). Leiterin der Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie (BIP) in Berlin. Langjährige Erfahrungen in der Krisenbegleitung im Rahmen der Wohnungslosenhilfe und der trialogischen Zusammenarbeit.

Dr. Torsten Flögel
: Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut. Leiter einer Kontakt- und Beratungsstelle. Langjährige Erfahrungen im Sozialpsychiatrischen Dienst und in der beruflichen Rehabilitation psychisch Kranker. Ausbildung als EX-In Trainer.

Zur weiteren Vorstellung der Inhalte und zum organisatorischen Ablauf haben zwei Informationsabende stattgefunden.

► Weiterer Informationsabend: Montag, 16. Oktober 2017, um 19:30 Uhr | BIP, Grunewaldstr. 82, Berlin-Schöneberg

Anmeldungen für den Informationsabend bitte bei:
Petra Rossmanith: rossmanithpetra(at)yahoo.de oder 0151-50 85 89 91
Dr. Torsten Flögel: torsten.floegel(at)gmx.de oder 0151-649 689 43

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