Seminar 46:  "Keine Angst vor Trauma"

Umgehen mit Traumatisierungen in der Sozialpsychiatrie und bei Flüchtlingen – Grundlagen

Mitarbeitende in der Sozialpsychiatrie sind oft mit Menschen konfrontiert, die traumatischen Ereignissen ausgesetzt waren. Dazu gehören Menschen mit psychischen Störungen und zunehmend auch Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten. Jedes Ereignis, das ein Mensch als existenziell bedrohlich wahrnimmt und das mit extremer Angst, Hilf- und Machtlosigkeit einhergeht, bezeichnet man als traumatisch. Viele Erscheinungsformen psychischer Störungen sind von traumatischen Erfahrungen beeinflusst, die verstanden und feinfühlig aufgegriffen werden sollten. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen nach, dass jeder dritte Mensch in psychiatrischer ­Behandlung traumatisiert ist.

Häufig vermischen sich Traumasymptome mit psychiatrischen Symptomen, ohne dass die Traumatisierung benannt wird. Bei Flüchtlingen sind wir häufig mit extremen Belastungen durch Krieg und Flucht sowie dem sozialen Trauma des Einlebens in Deutschland konfrontiert.

Wir werden uns mit den unterschiedlichen Reaktionen auf traumatische Ereignisse und Folgestörungen auseinandersetzen und eine traumasensible Gesprächs­methodik kennen lernen und einüben.

Inhalt

  • Symptomatik der akuten und post­traumatischen Belastungsstörung
  • Psychose und Trauma
  • Auswirkungen auf Menschen mit ­Persönlichkeitsstörungen
  • Selbstwertstärkung: Ressourcenarbeit, imaginative Techniken, Distanzierung, Entspannungsverfahren, Psychoedukation, sozialpsychiatrische Einbindung
  • Traumasensible Gesprächsführung
  • Verstehen der Mehrfachtraumatisierung von Flüchtlingen
  • Sozialpsychiatrisches Arbeiten mit Flüchtlingen

Zielgruppe

Alle in der Sozialpsychiatrie und im Bereich Migration Tätigen

Referentin

Manuela Ziskoven, Diplom-Soziologin, Weiterbildung Community Mental Health (USA), systemische Familientherapie (IF Weinheim), Transaktionsanalytikerin (CTA/P), EMDR-Therapeutin (EMDRIA), Heilpraktikerin für Psychotherapie (VFP), Stuttgart

Termin & Ort

9./10./11. September 2021 in Stuttgart

Zeitrahmen (24 Ustd.)

Do. 11.00 bis 18.00 Uhr
Fr. 9.00 bis 17.00 Uhr
Sa. 9.00 bis 17.00 Uhr

Vertiefungskurs: Trauma und Recovery, 5./6. November 2021 in Stuttgart, siehe Seminar 62

Seminargebühr

  • DGSP-Mitglieder: 345,– €
  • Nichtmitglieder: 415,– €

zzgl. Tagungshauspauschale:

  • Verpfl./Übern. EZ: 360,– €
  • ohne Übernachtung: 195,– €

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