Seminar 24: Gemeindepsychiatrie – von der einzelnen Hilfemaßnahme zum verbundenen Netzwerk

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Wie gestalten wir aus einer Vielzahl sozialpsychiatrischer Einzelmaßnahmen eine abgestimmte Hilfelandschaft, in der sich Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen möglichst souverän und frei von Angst bewegen können? In der sich Angehörige gesehen fühlen und Entlastung erfahren? In der wir Profis uns in einem Netzwerk aus verschiedenen Berufen verorten und gemeinsamen Standards folgen, z.B. Vielfalt schätzen, die Sorge für jene Betroffene mit den schwierigsten Lebenslagen betonen, Hilfen über die Grenzen einzelner Sozialgesetze hinweg verknüpfen, eigenes Tun als Teil eines (Beziehungs-)Geflechtes begreifen? Ein Netzwerk, das in der Gemeinde auf öffent­liches Interesse, Respekt und differenzierte Ansprüche trifft? Im gemeindepsychia­trischen Handeln brauchen wir dazu eine gelebte und reflektierte Praxis bei der Verknüpfung fachlich verwandter Hilfen.

Der Kurs bietet ein berufsübergreifendes Lernfeld für Fachkräfte, die sich – aktuell oder künftig – in gemeindepsychiatrischen Netzwerken engagieren (z.B. PSAG, GPV, Krisenhilfe, spezialisierte Verbünde, in Hilfeplan- und Helferkonferenzen).

Inhalt

  • Rahmenbedingungen von »Gemeindepsychiatrie« im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Gemeindepsychiatrische Netzwerke: Haltung und Verbünde, Struktur und Regelwerk, Auftrag und Prozess
  • Kooperation zugunsten von Personen, Projekten und Gemeinwesen: Fallarbeit aus der Praxis und für die Praxis
  • Aktuelle Reformprogramme für eine umfassende Versorgung im Hinblick auf die oben skizzierte Haltung: »Stationsäquivalente Behandlung« und »Gemeindepsychiatrische Basisversorgung«. Hintergrund: die S3-Leitlinie »Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen«
  • Pflege von Kontakten zur Sozialpolitik und zur lokalen Medienlandschaft
  • Transfer: meine Horizonte zu Hause

Zielgruppe

Mitwirkende in Psychosozialen Arbeits­gemeinschaften, Gemeindepsychiatrischen Verbünden und weiteren psychiatrierelevanten Netzwerken und Projektgruppen sowie in kommunalen und verbandlichen Fachabteilungen

Referent

Dr. phil. Manfred Jehle, Diplom-Sozialpädagoge, München

Termin & Ort 

23./24. April 2021 in Weimar

Zeitrahmen (16 UStd.)

Fr. 11.00 bis 18.00 Uhr
Sa.  9.00 bis 17.00 Uhr

Seminargebühr

  • DGSP-Mitglieder: 230,– €
  • Nichtmitglieder: 275,– €

zzgl. Tagungshauspauschale:

  • Verpfl./Übern. EZ: 175,– €
  • ohne Übernachtung: 105,– €

Online-Anmeldung Kurzfortbildung

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