Seminar 11: "Der Mensch ist die Medizin des Menschen"

Von der heilsamen Wirkung einer menschenwürdigen Beziehungsgestaltung

NEU

Psychische Erkrankungen sind häufig durch verletzende und teilweise traumatisierende Beziehungserfahrungen (mit-)verursacht und bringen symptomatisch oft eine ausgeprägte Störung der Beziehungsfähigkeit mit sich. Die mensch­liche Begegnung hat daher in der sozialpsychiatrischen Arbeit eine herausragende Bedeutung: Sie kann zu neuen Verletzungen führen und chronifizierend wirken oder aber heilsame korrigierende Erfahrungen ermöglichen und die Genesung fördern.

Vor diesem Hintergrund erfordert die Beziehungsarbeit besondere Fähig­keiten der Sozial- und Selbstkompetenz: Was sind wichtige Voraussetzungen für eine heilsame Beziehungsarbeit? Welche Faktoren beeinflussen die Begegnung? Warum sind Beziehungskonflikte hilfreich? Wie können wir den Bedürfnissen der Klientinnen und Klienten gerecht werden und gleichzeitig unsere persön­lichen Grenzen wahren?

Die Fortbildung gibt Antworten auf diese und weitere Fragen und wird bewusst ­beziehungsorientiert gestaltet, sodass die Teilnehmenden ihre eigenen Anliegen zum Thema einbringen können. Wir arbeiten dabei auf Grundlage der beziehungsorientierten Psychoanalyse (nach Wilfred Bion und Donald Winnicott), Transaktions­analyse (nach E. Berne, C. Steiner, R. Erskine et al.) und Bindungstheorie (nach J. Bowlby/M. Ainsworth).

Ziel des Seminars ist die Vermittlung der Grundlagen einer professionellen Beziehungsarbeit zur Reflexion und Erweiterung der persönlichen Handlungskompetenz für die Arbeit in den verschiedenen (sozial-)psychiatrischen Arbeitsfeldern.

Inhalt

  • Modelle zum Grundverständnis der ­Bedeutung von Beziehungsarbeit
  • Wichtige Einflussfaktoren auf die menschliche Begegnung
  • (Kommunikations-)Methoden zur ­Kontakt- und Beziehungsgestaltung
  • Umgang mit Macht und Ohnmacht in professionellen Helferbeziehungen
  • Resonanz auf (symbiotische) Beziehungsbedürfnisse
  • Sensibilisierung für ein angemessenes Nähe-Distanz-Verhältnis
  • Grenzen und Selbstfürsorge in der Beziehungsarbeit
  • Übungen als Anregung zur Selbstreflexion
  • Supervision eigener Anliegen aus der beruflichen Praxis der Teilnehmer*innen

Zielgruppe  

Alle in der Psychiatrie Tätigen

Referentin/Referent

Dr. rer. nat. Leticia Castrechini-Franieck, Registered Counseling Psychologist, Supervisorin/Coach (DGSv)

Uli Mugele, Diplom-Sozialpädagoge, Transaktionsanalytiker, Heilpraktiker (HPG), OMID – Frühe Hilfen für Flüchtlinge, Caritas Stuttgart

Termin & Ort

1./2. März 2021 in Stuttgart

Zeitrahmen (16 Ustd.)

Mo. 11.00 bis 18.00 Uhr
Di. 9.00 bis 17.00 Uhr

Seminargebühr

  • DGSP-Mitglieder: 230,– €
  • Nichtmitglieder: 275,– €

zzgl. Tagungshauspauschale:

  • Verpfl./Übern. EZ: 225,– €
  •  ohne Übernachtung: 140,– €

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