Seminar 70: »Nicht vor und nicht zurück!« – gespielt vom Ensemble »Das innere Team«

»Gib den Klienten doch ab.« – »Nein, das kannst du nicht machen. Den will doch sonst niemand! – »Durchhalten heißt hier die Parole!« – »Aber die Belastung! Du musst auch mal an dich denken.«

Kolleginnen und Kollegen im gemeinsamen Gespräch, so könnte man denken. Ja, stimmt. Nur handelt es sich um virtuelle Personen. Sie gehören zum inneren Team, einer inneren Teammannschaft, die aus verschiedenen Persönlichkeitsanteilen besteht. Diese Anteile stehen für unterschiedliche Anschauungen, Erfahrungen und Rollen und kommunizieren kontinuierlich miteinander – was wir allerdings nicht wahrnehmen.

Einige Anteile kooperieren, während andere in Konkurrenz zueinander stehen. Liegen Persönlichkeitsanteile dauerhaft im Clinch, hat das innere Zerrissenheit zur Folge: Wir sitzen in der Zwickmühle, können weder entscheiden noch handeln, und die Energie wird blockiert. In der Kommunikation nach außen sind wir widersprüchlich und unklar. Das kann auf allen beruflichen Ebenen auftreten: in der Arbeit mit der Klientel genauso wie in der kollegialen Zusammenarbeit. Dann geht die Arbeit nicht voran, und es kann leicht ein Gefühl der Unzulänglichkeit entstehen.

In dieser Fortbildung lernen Sie die Mitglieder Ihres inneren Teams besser kennen – und Sie werden befördert: zum Teamchef, damit Sie besser entscheiden, eindeutiger handeln und klarer kommunizieren können!

    Inhalt

    • Das innere Team – Vielfalt oder Chaos?
      • Das Modell der inneren Pluralität nach F. Schulz von Thun
      • Die eigene Bühne kennen lernen
    • Wer ist Chef im inneren Team?
      • Dominante Teammitglieder: die Antreiber
      • Die Antreiber und ihre Gegenspieler aufstellen
      • Antreiber bändigen
    • Besondere Teamspieler I: die Ich-Zustände
      • Die Ich-Zustände kennen lernen
      • Aufstellung der Ich-Zustände
      • Das innere Coachingteam einladen: Fallbearbeitung mit den produktiven Ich-Zuständen
    • Besondere Teamspieler II: das Riemann-Quadrat
      • Die Polaritäten und die eigene Verortung
      • Widersprüche verflüssigen
      • Kollegiale Fallbesprechung mit dem Riemann-Quadrat
    • Umgang mit Ambivalenzen bei Klienten
      • Die Phasen der Veränderung

    Methoden: Kurzvortrag, Einzel-, Partnerund Kleingruppenarbeit, unterschiedliche Aufstellungsformen, kollegiales Coaching (bitte eigene Fälle/Anliegen mitbringen)

    Zielgruppe

    Mitarbeitende in psychosozialen Arbeitsfeldern

    Referentin

    Sonja Berning

    Termin & Ort

    20./21. November 2020 in Hannover

    Zeitrahmen (16 Ustd.)

    Fr. 10.30 bis 18.00 Uhr
    Sa. 9.00 bis 17.00 Uhr

      Seminargebühr

      • DGSP-Mitglieder: 210,– €
      • Nichtmitglieder: 255,– € 

      zzgl. Tagungshauspauschale:

      •  Verpfl./Übern. EZ: 185,– € 
      •  ohne Übernachtung: 110,– €

      Online-Anmeldung Kurzfortbildung

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