Seminar 55: Kultursensible Beratung im sozialpsychiatrischen Alltag

Der allgemeine Anstieg von psychischen Erkrankungen in der Bevölkerung betrifft auch Menschen mit Migrationshintergrund, die im Alltag zusätzliche Belastungen erleben. Sprachliche Verständigungsprobleme, unsicherer Aufenthaltsstatus, erschwerte Teilhabe an Bildung und Arbeitsmarkt, schlechterer Zugang zum Gesundheitssystem, Nachwirkungen traumatischer Erlebnisse von Gewalt, Krieg und Vertreibung, Erfahrungen von Rassismus und Diskriminierung und häufig unterschiedliche Krankheits- und Behandlungsvorstellungen führen zu einem besonderen Hilfebedarf.

Welche Herausforderungen ergeben sich in einer Zuwanderungsgesellschaft für die Sozialpsychiatrie? Wie können wir Brücken bauen und kulturelle Grenzen überwinden? In dieser Fortbildung werden die wichtigsten Grundlagen einer kultursensiblen Arbeit vermittelt.

Inhalt

  • Modelle zum Grundverständnis von »Kultur«
  • Bedeutsame Aspekte und Auswirkungen von Migration
  • Realitäten und Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund
  • Barrieren und Knackpunkte in der Arbeit mit psychisch erkrankten Migrantinnen und Migranten
  • Supervision eigener Fallbeispiele aus der beruflichen Praxis
  • Hauptmerkmale interkultureller Kommunikation und Kompetenz
  • OMID – Projektarbeit in der Flüchtlingshilfe

Zielgruppe

Alle in der Psychiatrie Tätigen

Referentin/Referent

Dr. rer. nat. Leticia Castrechini-Franieck, Uli Mugele

Termin & Ort

23./24. September 2019 in Würzburg

Zeitrahmen (16 Ustd.)

Mo. 11.00 bis 18.00 Uhr
Di. 9.00 bis 17.00 Uhr

Seminargebühr

  • DGSP-Mitglieder: 205,– €
  • Nichtmitglieder: 250,– €

zzgl. Tagungshauspauschale:

  • Verpfl./Übern. EZ: 200 ,– €
  • ohne Übernachtung: 140,– €

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