Seminar Nr. 26-048: Ererbte Traumata – das Vermächtnis der Eltern
- Veranstaltungsdatum
- 19./20. Oktober 2026
- Veranstaltungsort
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Frankfurt am Main
hoffmanns höfe
Heinrich-Hoffmann-Str. 3
60528 Frankfurt - Gebühren
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- DGSP-Mitglieder: 255,– €
- Nichtmitglieder: 300,– €
zzgl. Tagungshauspauschale:
- Verpfl./Übern. EZ: 225,– €
- ohne Übernachtung: 130,– €
- Referent:in
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Manuela Ziskoven
Diplom-Soziologin, Weiterbildung Community Mental Health (USA), systemische Familientherapie (IF Weinheim), Transaktionsanalytikerin (CTA/P), EMDR-Therapeutin (EMDRIA), Heilpraktikerin für Psychotherapie (VFP), Stuttgart
Beschreibung
Menschen, die niemals selbst ein Trauma erlebt haben, können dennoch Ängste, Albträume, Verwirrung entwickeln, wenn sie in einem Umfeld leben, das extrem belastet ist oder war. Die schrecklichen Ereignisse, welche die Eltern betroffen haben, können in der nächsten Generation weiterleben. Manche Kinder nehmen unbewusst auf, was ihre Eltern oder Großeltern erlebt haben, z.B. Gewalt, Flucht- und Kriegserfahrungen. Es ist nachgewiesen, dass unverarbeitete Erfahrungen und Verhaltensmuster vererbt werden.
Voraussetzung dafür ist, dass die vorherige Generation das Trauma nicht verarbeitet hat, darüber schweigt und die Kinder sich mit dem Leid der Eltern identifizieren. Viele Kinder beginnen für die Eltern zu sorgen, ihre eigenen Anliegen zu verbergen und elterliche Funktionen zu übernehmen (Parentifizierung). Das führt zu einem Verlust von Kindheit. Sie zeigen körperlich lebenslang ein hohes Stressniveau.
Es ist wichtig, zum Sprechen anzuregen, weil sich sonst bei der 2. Generation Fantasien über die Vergangenheit bilden, die unausgesprochen blockierend wirken.
Inhalte
- Beschreibung von Prozessen der Traumatisierung
- Bindungsverhalten: Parentifizierung
- Umgang mit Trauma-Stress
- Abgrenzung
- Sprache
Zielgruppe
Alle in der Sozialpsychiatrie und im Bereich Migration Tätigen
Zeitrahmen (16 Ustd.)
Mo. 11.00 bis 18.00 Uhr
Di. 9.00 bis 17.00 Uhr
Anmeldung
Ansprechpartner:in
DGSP Geschäftsstelle
Zeltinger Str. 9
50969 Köln
Tel.: (0221) 51 10 02
Fax: (0221) 52 99 03
E-Mail:
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