Seminar Nr. 26-026: Überleben – Umgehen mit extremen Belastungen – was können wir tun?
- Veranstaltungsdatum
- 1./2. Juni 2026
- Veranstaltungsort
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Stuttgart
- Gebühren
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- DGSP-Mitglieder: 255,– €
- Nichtmitglieder: 300,– €
zzgl. Tagungshauspauschale:
- Verpfl./Übern. EZ: 245,– €
- ohne Übernachtung: 145,– €
- Referent:in
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Manuela Ziskoven
Diplom-Soziologin, Weiterbildung Community Mental Health (USA), systemische Familientherapie (IF Weinheim), Transaktionsanalytikerin (CTA/P), EMDR-Therapeutin (EMDRIA), Heilpraktikerin für Psychotherapie (VFP), Stuttgart
Beschreibung
Traumatisierungen in der Sozialpsychiatrie und bei Flüchtlingen
In der Sozialpsychiatrie sind wir oft mit Menschen konfrontiert, die traumatischen Ereignissen ausgesetzt sind oder es waren. Dazu gehören Menschen mit psychischen Störungen wie auch Geflüchtete und Migrant:innen. Jedes Ereignis, das ein Mensch als existentiell bedrohlich wahrnimmt und mit extremer Angst, Hilf- und Machtlosigkeit einhergeht, gilt als traumatisch. Viele Erscheinungsformen psychischer Störungen sind von traumatischen Erfahrungen beeinflusst, die verstanden und feinfühlig aufgegriffen werden sollten.
Wissenschaftliche Untersuchungen weisen nach, dass jeder dritte psychiatrische Patient traumatisiert ist. Häufig vermischen sich Traumasymptome mit psychiatrischen Symptomen, ohne dass die Traumatisierung erkannt wird. Bei Geflüchteten sind wir häufig mit extremen Belastungen durch Krieg und Flucht sowie dem sozialen Trauma des Einlebens in Deutschland konfrontiert.
Wir werden uns mit den unterschiedlichen Reaktionen auf traumatische Ereignisse und Folgestörungen auseinandersetzen und eine traumasensible Gesprächsmethodik kennenlernen und einüben.
Inhalte
- Symptomatik der akuten und der posttraumatischen Belastungsstörung
- Psychose und Trauma
- Auswirkungen auf Menschen mit Persönlichkeitsstörungen
- Selbstwertstärkung: Ressourcenarbeit, imaginative Techniken, Distanzierung, Entspannungsverfahren, Psychoedukation, sozialpsychiatrische Einbindung
- Traumasensible Gesprächsführung
- Verstehen der Mehrfachtraumatisierung von Flüchtlingen
Zielgruppe
Alle in der Sozialpsychiatrie und im Bereich Migration Tätigen
Zeitrahmen (16 Ustd.)
Mo. 11.00 bis 18.00 Uhr
Di. 9.00 bis 17.00 Uhr
Anmeldung
Ansprechpartner:in
DGSP Geschäftsstelle
Zeltinger Str. 9
50969 Köln
Tel.: (0221) 51 10 02
Fax: (0221) 52 99 03
E-Mail:
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