Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Hilfen zur Selbsttötung

Das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung ist aufgehoben!

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 26. Februar 2020 zu der Aufhebung des § 217 StGB „Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ und dessen Begründung, dass  Selbsttötung als Ausdruck autonomer Selbstbestimmung zu werten ist, forderte die DGSP zum Widerspruch heraus.

Der Suizid ist keine Normalität, sondern immer nur als letzter Ausweg aus einer scheinbar ausweglosen Lebenssituation zu sehen. Die in der DGSP organisierten und engagierten individuellen und institutionellen Mitglieder sind in Ihrer psychiatrischen und psychosozialen Arbeit tagtäglich mit den Herausforderungen  des Suizidwunsches, unvollendeter und vollzogener Suizidhandlungen konfrontiert. Dabei ist das Ziel aller Bemühungen, den suizidnahen und  suizidalen Personen Unterstützung zur Bewältigung der subjektiv erlebten Ausweglosigkeit der Lebenssituationen zu gewähren, um so Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit, Lebensverdruss und Lebensmutlosigkeit zu überwinden und den Menschen zur Problem- und Lebensbewältigung zu verhelfen.

Referenten

Es diskutieren:

Dr. phil. Michael Wunder, Psychologischer Psychotherapeut und ehemaliges Mitglied des Deutschen Ethikrates stellt die Herausforderungen dar, die mit diesem Urteil aus ethische Perspektive  einhergehen.

Priv.-Doz. Dr. med. Dr. phil. Jann E. Schlimme M.A., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie skizziert das Dilemma der ärztlichen Rolle bei der Behandlung sterbewilliger Menschen.