PRESSEMITTEILUNG

Aufruf der im „Verbändedialog“ organisierten Verbände und Gremien der psychiatrischen Pflege zum „Jahr der Pflege“

April 2020

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat das Jahr 2020 zum „Internationalen Jahr der Pflegenden und Hebammen“ erklärt. Der 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflege, in diesem Jahr trifft der 12. Mai auf den 200. Geburtstag von Florence Nightingale, die als Begründerin der beruflichen Krankenpflege gilt.

Aktuell stehen wir der COVID-19-Pandemie gegenüber, die sehr viele Ressourcen der Gesundheitsversorgung wie auch die öffentliche Aufmerksamkeit und das mediale Interesse bindet. Die Auswirkungen auf die soziale, gesundheitliche und wirtschaftliche Lebenssituation von Einzelpersonen, Gruppen und Staaten sind noch nicht absehbar. Die Akteur_innen der „systemrelevanten Berufe“ erhalten Beifall, vor allem hören Ärzt_innen und Pflegende Lob und Dankesworte. Wenig wird berichtet, wer den aktuellen Priorisierungen von Gesundheitsleistungen zum Opfer fällt, oder wie die Mangelsituation in der Pflege die Versorgungsprobleme der COVID-19-Patienten sowie aller weiteren kranken und pflegebedürftigen Personen verschärft.

Alle Länder dieser Welt sind bezüglich der angemessenen Versorgung von bedürftigen kranken und beeinträchtigten Menschen auf professionelle Pflege angewiesen. Dies gilt auch für die psychiatrische Versorgung. Doch gerade hierzulande muss die Pflege sehr um Mindeststandards hinsichtlich Bildung und Personalausstattung sowie um attraktive Rahmenbedingungen und Anerkennung beruflicher Handlungsautonomie kämpfen, Deutschland hinkt diesbezüglich vergleichbaren Staaten deutlich hinterher.

Die im „Verbändedialog“ organisierten Verbände und Gremien der psychiatrischen Pflege bitten darum, im „Jahr der Pflege“ den Aufruf zum 12. Mai, dem internationalen Tag der Pflege, zu veröffentlichen und zu verbreiten – und darüber hinaus offensiv zur Situation der Pflege und aller auf Pflege angewiesenen Menschen zu berichten. Nur wenn den Forderungen der Pflege Rechnung getragen wird, können wesentliche Mängel in der Gesundheitsversorgung abgebaut werden.

Bitte unterstützen Sie die Pflege! Helfen Sie den Beitrag und die Potenziale der Pflege bezüglich der psychiatrischen Versorgung sichtbar und die Versorgung besser zu machen!

Für Rückfragen stehen die Ansprechpersonen aller im Verbändedialog organisierten Verbände* sehr gerne zur Verfügung.

Im Auftrag: Hilde Schädle-Deininger (dgsp-ak-pflege(at)gmx.de) und Dorothea Sauter (sauter(at)dfpp.de)

Hier lesen Sie den Aufruf des Verbändedialogs Psychiatrische Pflege zum "Internationalen Jahr der Pflegenden und Hebammen" (April 2020):

Aufruf des Verbändedialogs Psychiatrische Pflege (pdf)

Hier können Sie sich die Pressemitteilung als pdf herunterladen:

Pressemitteilung als pdf

Für die im Verbändedialog Psychiatrische Pflege organisierten Verbände:

  • Dorothea Sauter, Präsidentin Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege e.V. (DFPP) (www.dfpp.de)
  • Hilde Schädle-Deininger, Sprecherin Arbeitskreis Pflege (AK Pflege) der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e. V. (DGSP) (www.dgsp-ev.de)
  • Volker Haßlinger, Vorstandsvorsitzender Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege e. V. (BAPP) (www.bapp.info)
  • Silke Ludowisy-Dehl, Vorsitzende Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie (BFLK) (www.bflk.de)
  • Thomas Linnemann, vertretender Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflege- und Erziehungsdienstes Kinder- und Jugendpsychiatrischer Kliniken und Abteilungen e. V. (BAG PED) (www.bag-ped.de)
  • Prof. Dr. Sabine Weißflog, Sprecherin der Sektion Psychiatrische Pflegeforschung der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (www.dg-pflegewissenschaft.de)
  • Referat Psychiatrische Pflege der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) (www.dgppn.de)