Aktuelle Ausgabe der Zeitschrift »Soziale Psychiatrie«

Auf dieser Seite finden Sie Inhaltsangabe sowie ausgewählte Artikel der aktuellen Ausgabe unserer verbandseigenen Zeitschrift »Soziale Psychiatrie«. Die Zeitschrift kostet 10€ und ist ebenfalls im Abonnement (34€ inkl. Zustellung) erhältlich. Beides (Einzelausgabe und Abo) können Sie in unserer Geschäftsstelle anfordern.

Ausgabe 3/2016: »Sommer-Mix«

Liebe Leserinnen und Leser,

Diese »Sommer-Mix«-Ausgabe spiegelt einige der aktuellen Themen und Aktivitäten
in der psychosozialen Landschaft und der DGSP. Besonders brisant für die Psychiatrieentwicklung ist das Thema Entgeltsystem in Psychiatrie und Psychosomatik. »PEPP ist weg – was nun?« fragt Peter Kruckenberg in seinem Beitrag (S. 40) und unterzieht den jetzt vorliegenden Referentenentwurf einer kritischen Betrachtung. Er warnt vor weiteren Fehlentwicklungen und mahnt: Die Entwicklung muss genau beobachtet und begleitet werden!

Auch im Fokus: der Dauerbrenner Inklusion. Auf der DGSP-Jahrestagung 2015 in Trier kritisierte Volker Conrad in seinem Vortrag »Exklusion in Zeiten von Inklusion« (S. 4) die schleppende Entwicklung und stellte dabei die Situation psychisch schwersterkrankter Menschen in den Mittelpunkt. Exklusion aus der sozialpsychiatrischen Reformentwicklung hat über Jahrzehnte auch die forensische Psychiatrie erfahren.
Der Maßregelvollzug galt als »abgehängt«, wo psychisch kranke Straftäter, einmal weggeschlossen, kaum noch Chancen hatten, in das Versorgungssystem »draußen« eingegliedert zu werden. Erst langsam kommt Bewegung in die Beziehung zwischen Maßregelvollzug und Gemeindepsychiatrie. Jürgen Bielesch, Klaus Masanz und Klaus Obert berichten in ihrem Artikel »Aus dem Maßregelvollzug in die Gemeinde « (S. 16) von der Arbeit der ›Sozialpsychiatrischen Hilfen Stuttgart‹ und stellen ihre Studie vor, die fragt, wie es ehemals forensisch untergebrachten Menschen in Stuttgart nach der Entlassung geht. Und wenn Sie wissen möchten, was wir in puncto forensischer Pflege von Kanada lernen können, lesen Sie den Erfahrungsbericht von Stefan Grunde (S. 12), der sich vor Ort einen Eindruck verschafft hat.

»Flucht und Asyl – und die Verantwortung der Gemeindepsychiatrie« war Thema des gut besuchten DGSP-Fachtags in Frankfurt am Main im Februar dieses Jahres. Mit Praxisbeispielen aus Neuruppin, Stuttgart und Frankfurt zeigten die Referenten dort auf, wie wir in der Flüchtlingsarbeit auch von der Sozialpsychiatrie lernen können (S. 24 bis 30).

Und nun eine Meldung in eigener Sache: DieSP-Redaktion hat Verstärkung bekommen und somit zugleich die lang ersehnte Verjüngungskur erfahren. Seit Januar 2016 ist Christian Brück, 34, als Sozialarbeiter beim DRK »Hotel Plus Mobil« in der Kölner Sucht- und Obdachlosenszene unterwegs, Mitglied in unserer Crew. Er hat für die SP-Redaktion den 6. Fachtag »Begegnung mit süchtigen Klienten« in Hamburg beobachtet. Mehr auf Seite 36.
Seit April 2016 ist die Soziologin Shirin Moghaddari, 29, als neue Mitarbeiterin in der DGSP-Geschäftsstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Redaktionsarbeit zuständig. Im Mai hat sie die Veranstaltung zur Verleihung des »Förderpreises der Stiftung für Soziale Psychiatrie« in Bremen besucht. Lesen Sie ihren Beitrag »Das BlauHaus – unschlagbar!« auf Seite 44.

Wer von Ihnen gewohnt war, sich in trüben Novembertagen mit einem Besuch der DGSPJahrestagung aufzuheitern, muss sich in diesem Jahr umstellen: Die DGSP-Jahrestagung findet nämlich schon vom 6. bis 8. Oktober statt, diesmal in Berlin! »Sozialpsychiatrie 40.0 – nach der Reform ist vor der Reform!«, so der Titel. Eine Anzeige hierzu finden Sie auf Seite 70. Alle DGSP-Mitglieder erhalten das ausführliche Tagungsprogramm mit Einladung zur Mitgliederversammlung und Vorstandswahl im Juli per Post. Das Programm kann außerdem in der DGSP-Geschäftsstelle angefordert werden und ist hier abrufbar.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und einen entspannten Sommer.

Für die Redaktion
Michaela Hoffmann
E-Mail: michaela.hoffmann(at)dgsp-ev.de

Inhalt der aktuellen Ausgabe:

Sommer-Mix

Volker Conrad
Exklusion in Zeiten von Inklusion

Andreas Knuf
Genesung ohne Annahme ist nicht möglich

Stefan Grunde
Forensisch-psychiatrische Pflege in Kanada
Ein Beispiel für die Professionalisierung der forensischen Pflege in Deutschland?

Jürgen Bielesch u.a.
Keiner kann’s allein!
Aus dem Maßregelvollzug in die Gemeinde

Elke Altwein
Alt werden in der Sozialpsychiatrie

Udo Spiegelberg
Nächstes Jahr in Jerusalem
Rückblick auf einen deutsch-israelischen Fachkräfteaustausch

Flucht & Asyl

Martin Osinski
Flüchtlingsarbeit – von der Sozialpsychiatrie lernen

Norbert Häberlin, Klaus Obert
Migration, psychische Erkrankung und sozialpsychiatrisches Handeln

Barbara Wolff
Ressourcen stärken
Vernetzte Hilfen für Schutz suchende Menschen

Beobachtungen & Erfahrungen

Ilse Eichenbrenner
Rasender Stillstand – Armut behindert Teilhabe
Bericht von der Tagung »Segel setzen« des Netzwerks Sozialpsychiatrischer  Dienste

Christian Brück
Suchthilfe und Wohnungslosigkeit
Bericht zum Fachtag »Begegnung mit süchtigen Klienten – eine unvermeidbare
Herausforderung zum gemeinsamen Handeln«

Kerstin Hellwig
30 Jahre Blaumeier – Kunst & Theater inklusiv!

Analysen & Meinungen

Peter Kruckenberg
PEPP ist weg – und nun?
Ein neues Entgeltsystem für die Behandlung durch das Krankenhaus

DGSP intern

Shirin Moghaddari
Das BlauHaus – unschlagbar!

Förderpreis der Stiftung für Soziale Psychiatrie für das Bauprojekt ›BlauHaus‹ der Blauen Karawane e.V. in Bremen

Richard Suhre, Michaela Hoffmann
Neues aus der DGSP

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